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Mit Interesse habe ich in der Ausgabe 04/2018 den Artikel zum Titelthema Alle (Viele) Vögel sind (nicht mehr) da von Herrn Prof. Berthold gelesen. Seine Ausführungen über die abnehmende Artenvielfalt und den Nutzen des Fütterns waren für mich neu und interessant. Allerdings habe ich mich über seine Bezeichnung "Psychopathengärten" außerordentlich geärgert. Mit hoher Wahrscheinlichkeit zählt auch mein kleiner Garten zu denen mit dem "Psychopathenrasen". Jedoch bin ich nicht gewillt, mich als Psychopathen bezeichnen zu lassen, nur weil mein Rasen regelmäßig gemäht wird und die Pflanzung nicht nach ornithologisch wichtigen Aspekten erfolgt. Mein Garten erlaubt mir, zu entspannen, kreativ zu sein, mich am Wachsen, Blühen und Vergehen meiner Pflanzen zu erfreuen, er ist mein Gegenpol zu anstrengender Berufstätigkeit in geschlossenen Räumen. Wieviel Freude macht es mir in jedem Jahr, neue Pflanzen auszuwählen, neue Farbkombinationen und geeignete Standorte auszuprobieren. Ich weigere mich, das als "Missbrauch eines Stücks des von Gott gegebenen Landes" anzusehen. Daher bin ich sehr froh, dass die Chancen für Herrn Prof. Berthold, Kaiser von Deutschland zu werden und mir als solcher meinen Garten wegzunehmen, damit andere dort Gemüse anpflanzen können, sehr gering sind.