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Sehr geehrter Herr Schweiger, gerne kann ich Ihnen noch einmal helfen. Schön, dass auch Sie verblüfft sind, denn wenn's ehrlich ist, meine ich genau das.
Sie haben ihren HErrn gesehen, mit IHM geredet, IHN angefasst, sind sogar in IHN eingedrungen. Mit «Sie» meine ich natürlich die Zeugen. Aber es scheinen nicht nur ein paar Frauen und Männer gewesen zu sein, denn dann hätte sich die Armeleutebewegung wahrscheinlich totgelaufen ... vielleicht. Aber wie auch immer, wie wollen wir denn jemals ergründen, was die Zeugen gesehen haben und was nicht? Wir haben nur die Wirkungsgeschichte. Furchtbar und fruchtbar zugleich.
Man kann es sich einfach machen und alles für unglaubwürdig halten - und es ist egal, ob belustigend oder nicht. Das ist nicht verblüffend, sondern normal. Dann aber ist eine Diskussion darüber von vorn herein ... schwierig. Denn auf der Ebene dualer aristotelischer Logik führt es uns wiederum in die Scholastik, die zu wiederholen ich einfach keine Lust habe. Schon immer gab es andere Wege zu denken, die das Christentum von Anfang an begleitet haben, wenn im Westen auch nicht prägend. Erst als die Dekonstruktivisten uns die Fehlbarkeit unseres Wahrheits- und Rechthabe-Diskurses auf die Stulle geschmiert haben, begann bei uns ein Umdenken. Nicht überall, aber immerhin.
Und die «UFO»-Debatte ist noch einmal solch ein Versuch von Menschen, Unbekanntes im Rechthabe-Modus zu lösen. Irgendwann kommen wir wohl dahinter. Die meisten «UFOs» sind sowieso inzwischen KFOs. Blitz und Donner haben wir ja auch fast entschlüsselt.
Auferweckung nur, befürchte ich, geht nicht so einfach. Denn Auferweckung ist eben kein UFO.

Mit österlichen Grüßen, weil wir natürlich noch bis Pfingsten Ostern feiern. Denn wer vierzig Tage gefastet hat, soll fünfzig Tage feiern. Und die anderen auch, sagt Johannes Chrysostomos.