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Der Artikel schließt mit dem Satz: "Man kann nur daran glauben." Zunächst ist richtig, dass man an alles glauben kann. Wer oder was sollte einen hindern, an den Schöpfergott, die Massenvernichtungswaffen des Herrn Hussein, Jesu Auferstehung, den Überfall auf den Sender Gleiwitz oder die Realpräsenz von Jesus im Alltag und verschärft im Abendmahl zu glauben? Nichts kann einen daran hindern. Das ist der entlarvende Witz des Glaubens.

Der Zusatz "nur" soll daran erinnern, dass der Glaubensinhalt auf keinen Fall stimmen kann. Sonst könnte man ihn mit dem Argument erschließen, zumindest den Versuch dazu unternehmen. Das würde allerdings die Gefahr des Gegenargumentes, also der Kritik, heraufbeschwören.

Wer somit Werbung für etwas macht, woran man nur glauben kann, will hier von Kritik nichts wissen. Das ist bemerkenswert.

Thea Schmid