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Sehr interessanter Artikel, auch für Erwachsene, die, so möchte man meinen,den Kinderglauben abgelegt haben.
Doch geht es bei der Frage nach der Auferstehung wirklich darum ob er nun auferstanden ist oder nicht?
Oder geht es darum dass wir "nur" soviel -Glauben wie ein Senfkorn- aufbringen müssen/sollen, damit das, was die Ratio für unmöglich hält,möglich wird. So wird aus dem wenigen das Viele. Denn der Glaube an das, was der Verstand verneint, mag nur der Größe eines Senfkornes bedürfen, doch ist er schwer aufzubringen - zu schwer um sich dieser Frage zu Beginn zu stellen.
Die Aufforderung das scheinbar unmögliche zu glauben wird dann zur Mammutaufgabe und nicht der Umfang des Glaubens sondern die Erschwernisse diesen Glauben aufzubringen formen das Unmögliche zum Möglichen.
Dabei bedeutet es nicht, wie im Artikel erwähnt, bestehende Wahrheiten zu übernehmen oder auf naive Weise alles hinzunehmen wie man es dargestellt bekommt. Es bedeutet mit dem "Herz" verstehen zu lernen und nicht mit dem "Kopf". Es bedeutet, demütig zu werden und die eitle Vorstellung abzulegen man könne mit dem Verstand allein alles ermessen.
Vielleicht ist die Frage nach der Auferstehung, die "Königsdisziplin" aller Glaubensfragen die am Ende eines "Reifungsprozesses" stehen sollte und nicht am Anfang.
Vielleicht ist der biblische Hinweis auf den Handwerksberuf von Jesus eine Allegorie auf den "Lernprozess" im Glauben.
Kein Zimmermann beginnt am Anfang mit der Errichtung eines Dachstuhls wenn das Haus darunter noch nicht steht. Erst lernt er den Umgang mit dem Baumaterial und erst später beginnt er seine Werke damit. Dies auf den Glauben übertragen heißt, erst die "kleinen Wunder des Lebens" versuchen zu verstehen bevor man sich mit dem (scheinbar) "Unmöglichen" befasst.