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Das BGE wird wie die heutigen staatlichen Transferleistungen an uns Bürger aus der jährlichen Wertschöpfung finanziert werden, von der ein bestimmter Teil in Form einer monetären Ausschüttung oder Steuergutschrift an alle regelmäßig in gleicher Höhe verteilt wird.

Wirtschaftswissenschaftlich ausgedrückt, erfolgt die Finanzierung eines BGE immer aus dem volkswirtschaftlichen Leistungsgeschehen, welches jährlich in der VGR, der »Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung« abgebildet wird. Es geht lediglich darum, wie der Ertrag (das »Volkseinkommen«) in private und öffentliche Einkommen aufgeteilt wird. Das BGE wäre ein öffentlich bereitgestelltes Einkommen (im Gegensatz zu privaten Einkommen, die – nach Steuern – zum BGE hinzuaddiert würden).

Ein Beispiel: wenn wir das Existenzminimum (8.820 Euro/Jahr, 735 Euro/Monat in 2017), das schon heute jedem Bundesbürger entweder per steuerfreiem Grundfreibetrag oder via Grundsicherung (ALG 2, Grundsicherung im Alter etc.) zusteht, ab morgen direkt an die gleichen Bürger auszahlen, kostet das den Staat keinen Cent extra (für Kinder wäre das BGE analog etwas niedriger).

Wie hoch die (Mehr-)Kosten im Vergleich zu den heutigen Transferleistungen sein werden, hängt dabei immer von der Höhe des bGE ab. Je höher das bGE sein soll, desto mehr steuerliche Umverteilung ist nötig, dafür können im Gegenzug allerdings mehr Sozialleistungen in Höhe des bGE abgeschafft werden (Steuererhöhungen vs Einsparungen).

http://bgekoeln.ning.com/forum/topics/bge-in-deutschland-einfach-zu-fina...