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Lieber Leser,

schwierige Frage, in der Tat. Haben Sie das Thema schon mal mit Ihrer Tochter besprochen? Wäre es ihr wichtig, ein Grab an einem bestimmten Ort zu haben? Sie wird ein bisschen Zeit brauchen fürs Nachdenken, also besser ein paar Mal darüber sprechen.

Ich selbst dachte auch zuerst, dass es mir völlig wurscht ist, was mit meinen Überresten mal passiert. Dann merkte ich: So ganz egal ist es mir auch nicht. Für die weit verstreute Familie wäre der Ort wohl uneheblich, aber mir selbst wäre - heute! - an einem letzten Ort gelegen. Ich  könnte mir vorstellen, auf einem schönen Friedhof in einem gärtnerisch gestalteten Gemeinschaftsgrab zu liegen, ob nun mit eigenem Grabstein oder nur mit dem Namen auf einer gemeinsamen Stele. Vielleicht wäre doch Berlin der richtige Ort für Sie, weil da Ihre Tochter lebt? Das erste Foto im chrismon-Heft wurde von der schönen Anlage "Garten der kleinen Ewigkeit" auf dem evangelischen Alten Zwölf-Apostel-Kirchhof in Berlin-Schöneberg gemacht. Da können sich sicherlich auch Ortsfremde bestatten lassen. Ansonsten, ja, bliebe das Grab der Eltern. Eigentlich auch keine schlechte Idee, auch wenn das in Hamburg ist. Vielleicht dient Ihnen das ein wenig als Anregung fürs Weiterdenken?

Herzliche Grüße
Christine Holch
Redaktion chrismon