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Der Untertitel u.a.„Die Geschichte eines ungesühnten Verbrechens“ ist so sehr untertrieben, dass mir die Luft wegbleibt.

Hier wurde einem Kind, systematisch und geplant, schlimmste Verletzungen zugefügt. Jedes einzelne dieser Verbrechen gehört mit lebenslänglich bestraft.

Dass diese sadistischen Menschenhändler und Schwerverbrecher in unserer Gesellschaft untertauchen können und straffrei davonkommen können, ist für mich absolut unerträglich!

Ebenso unerträglich finde ich, dass die Überlebenden sexueller Verbrechen nicht genug Schutz und Hilfe erhalten, um diese schwersten Wunden heilen zu lassen.

Mir selbst wurde erst nach über 40 Jahren (nach jahrzehntelanger Suche nach Heilung) bewusst, dass ich selbst Überlebende sexueller Gewalt bin. Die Schäden an der Psyche sind so perfide und durch die beschriebene Dissoziation und Verdrängungen so weit begraben; sie wirken in alle Bereiche des Denkens, des Lebens und der Gesundheit.

Kinder stehen unter dem besonderen Schutz des Staates, wo sind die Maßnahmen, wenn dieser Schutz so grausam versagt und wo ist die Vorbeugung bzw. die Abschreckung??

Wo sind die Menschenrechte für Mädchen und Frauen, werden sie nur beachtet, wenn Frauen stark genug sind, sie lautstark einzuklagen?

Ich fordere eine Reformation der Strafverfolgung, der Strafverfahren und des Strafmaßes (zusätzlich: Einzug von Vermögen der Täter zugunsten von Hilfefonds).

Und: Vielen Dank an das chrismon team! Ich bin begeisterte Leserin, so oft bin ich durch Ihre Artikel über die unterschiedlichsten Blickwinkel des Lebens zu Tränen gerührt.

 

Katharina Blume, Bichl [Pseudonym; vollständiger Name ist der Redaktion bekannt]