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Was für ehrliches und wichtiges Interview mit dem Palliativmediziner Professor Gottschling ! Vielen Dank dafür, dass endlich mal einer Klartext spricht. Gerne verdrängt man ja die Schrecken, die am Lebensende Angehörige oder einen selbst erwarten könnten. Doch immer wieder hört man von Freunden, dass deren Eltern am Lebensende überhaupt keine Palliativversorgung erhalten haben und mangels Information elendig voller Schmerzen sterben mussten. Eine Schulfreundin mit schwerer Migräne seit der Kindheit berichtete vor über 20 Jahren, während ihres Medizinstudiums schon von den erschütternden Defiziten in der deutschen Schmerzmedizin. Durch ihre eigenen Schmerzen und die schwere Erkrankung ihrer
Eltern sensibilisiert, ließ sie sich freiwillig zur Schmerztherapeutin ausbilden. Hatte man solche Beziehungen im Familien- oder Freundeskreis nicht, war man bisher hierzulande aufgeschmissen. Sehr berührend finde ich auch den Einsatz von Therapiehunden bei Scherzpatienten, der durch Professor Gottschlings Mitarbeiterin und Ehefrau betreut wird. Darüber habe ich kürzlich einen Fernsehbeitrag gesehen. Auch ein Thema, über das mehr berichtet werden könnte und dass auch die Krankenkassen bedenken sollten. Denn nicht jeder Patient kann sich solche Therapieformen leisten. Werde auf jeden Fall das Buch von Professor Gottschling "Leben bis zuletzt" kaufen. Schon allein zum Schutz meiner Familie und Freunde und auch meiner selbst. Danke chrismon für solche mutigen Beiträge. Bitte mehr davon !