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Sehr geehrte Frau Holch,

 

vielen Dank für Ihren Artikel. Viel Neues erfuhr ich; allein an einem Punkt möchte ich einhaken: der unbeschreiblichen Angst vor Hirntumoren, die meist ungeheuer einschränken.

Doch es gibt mindestens eine Ausnahme: mich. Im September 1999 erhielt ich die Diagnose "tennisballgroßer Hirntumor hinter dem linken Auge", ein Oligodendrogliom WHO-Zustand II-III.

Damals war meine liebste Schwester quer durch Deutschland gereist, um mich zu überzeugen, zu Jesus zurückzukommen; die gesamte Familie stehe hinter mir.

 

Da ich selbst betroffen war, bemerkte ich nur die liebevolle Fürsorge meines Umfeldes; ich durfte mich auf die schlimmsten Erwartungen vor- bereiten und empfand mich geborgen wie ein junges Lamm.

Wie viel Gebet bewirkte, dass ich nach der Entnahme wieder sprach und nach meiner Brille zu fragen imstande war?!

Schließlich erhielt ich die Gelegenheit meine mündliche Prüfung in Mathematik zu wiederholen und so mein Studium abzuschließen.

 

Seitdem lebe ich durch Gottes Gnade mit einem halben Gehirn. Dass mich mein Liebster heiratete, nachdem die Chemotherapie beendet war, setzt diesem Wunder die Krone auf.

 

Alles Gute.

Herzlichen Gruß

-- Costa Lasson