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SEHR GEEHRTE FRAU HOLCH,
habe mit großem Interesse ihren Artikel gelesen, leider nicht in der Zeitung, so ist mir auch die viel kritisierte Überschrift nicht aufgefallen, sondern habe mich auf den Inhalt des Artikels konzentriert.
Enttäuscht bin ich darüber, dass Angehörige kein Interesse von sich aus bekundeten.Könnte der Grund dafür sein, dass Angehörige von Unsicherheit und Angst geplagt sind, ihre gesellschaftliche Stellung zu verlieren, wenn sie sich mit einem psychisch Erkrankten outen?
D.h. das Stigma läßt grüßen, um es flapsig auszudrücken. Fehlendes Selbstwertgefühl und Angst vor der Öffentlichkeit, die Angehörige gerne mit schuldig macht an einer Erkrankung,die nicht auf Verschulden basiert, sind die Ursache, dass immer noch zu Wenigen der Mut fehlt offensiv einzuschreiten. Dabei würde es der Seelischen Gesundheit von Betroffenen wie Angehörigen enorm nutzen.
Das ist sicher ein Thema, dass auch Wert wäre ins Gespräch zu kommen, vielleicht mit der Überschrift: "Auch Angehörige haben eine Seele"
64 Jahre, Mutter einer seit 20 Jahren an Schizophrenie erkrankten 40 Jährigen Tochter.(Ehrenamtlich Tätige - Psychoseseminar, Schulprojekt, Angehörigengruppe)