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Im Artikel  „Eine heftige Woche“ werden Psychiatriepatienten als „Irre“ bezeichnet und gezeichnet. Ich sehe sie als Menschen, die in Lebenskrisen für sich Sorge tragen, indem sie sich Hilfe organisiert haben. Im Zusatzfeature auf Ihrer Homepage erwähnen und zitieren Sie einseitig extreme Psychiatriegegner. Schade!

Stationäre Behandlung ist aufgrund ihrer Intensität viel effektiver als langjährige ambulante Psychotherapie. Wegen des negativen Images trauen sich Menschen leider erst bei sehr großem Leid oder gar nicht in eine stationäre Behandlung.

In der Umgebung des St.-Hedwig-Krankenhauses trifft man regelmäßig auf verwirrte Psychiatriepatienten, die von Anwohnern den Weg zurück gezeigt bekommen. Ich betrachte das Absperren von Türen nicht als Zwang, sondern als Sicherheit für die Patienten, die sich als Schutzsuchende in die Verantwortung des psychiatrischen Personals begeben haben.

Katrin Prost,