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Wenn es um die Zustände in den Asylbewerberheimen und anderswo geht, ist dafür die Kirche nicht zuständig, sondern das ist ein klarer Fall für Recht und Ordnung, denn ganz grundsätzlich sind Gewalttaten und Verfolgung in diesen Räumen nicht duldbar! Wem soll denn die Kirche dazu etwas Spezielles sagen? Die muslimischen Flüchtlinge sind kaum der adäquate Ansprechpartner und die zuständigen Behörden auch nicht, denn wer Verbrechen begeht, und das ist Gewalt gegen Menschen - egal welcher Religion oder ethnischen Gruppe sie angehören, der muss laut geltendem Recht selbstverständlich bestraft und entsprechend sanktioniert werden. Und: selbstverständlich schließt das Gebot der Liebe und Brüderlichkeit alle Menschen ein, Christen genau so wie Andersgläubige! Es schließt die Christen nicht aus, nur weil Muslime und andere Nicht-Christen mit eingeschlossen werden! Und: falls es Fehlverhalten unter dem Wachpersonal gibt, ist auch dies ein Anlass für staatliches Einschreiten im Rahmen der Gesetze und nicht ein Grund, die Grundsätze der Christlichen Nächstenliebe in Frage zustellen! Übrigens verweist meine Lutherbibel an der zitierten Stelle aus Galater 6,10 zur Verdeutlichung auf 2. Petr. 1,7 "... und in der Frömmigkeit brüderliche Liebe und in der brüderlichen Liebe die Liebe zu allen Menschen"! Die Bibelstelle in Galater enthält überhaupt keine Anweisung, "vorrangig christliche Flüchtlinge aufzunehmen". Paulus spricht in seinem Brief eine ganz spezielle Situation bei den Galatern an, die im Kontext sichtbar wird, während Jesus mit seinem Liebesgebot im Gleichnis vom barmherzigen Samariter eine ganz grundsätzliche, allgemein und jederzeit gültige Aussage zur Frage "wer ist denn mein Nächster" macht!