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Heinrich Bedford-Strohm begründet in seinem Beitrag am Beispiel einer jesidischen Familie, warum er es ablehnt, dass unser Land nur christliche Flüchtlinge aufnimmt. Auf Deutschland bezogen, rennt er mit dieser Position einer religionsüberschreitenden Nächstenliebe offene Türen ein. Aber: Nicht jeder Wunsch nach Familienzusammenführung wird erfüllt werden können. Was ist hierzu die Position der EKD? Soll die Religion dann eine Rolle spielen, zum Beispiel unter dem Gesichtspunkt unterschiedlicher Chancen auf Rückkehr in die Heimat oder unterschiedlicher Chancen auf Integration hier? Und wo bleibt das klare Wort der EKD zu den Vorfällen, bei denen Christen in hiesigen Flüchtlingsunterkünften wegen ihrer Religion kujoniert werden? Warum keine eindeutige Ablehnung gegenüber jedem Hass, statt lediglich gegen rechtsextremen? Klare Kante nur im Mainstream ist für den Ausbau und die Verteidigung unserer Offenen Gesellschaft zu wenig. Da sollten wir Glaubensbürger von unseren Kirchenführern mehr Konsensstörung und Diskussionsöffnung einfordern.

 

Mit besten Grüßen

Henning von Vieregge