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"Gleichzeitig gerecht und Sünder" geht nicht. Ein Mensch kann nicht wirklich gerecht sein. Er kann sich darum bemühen, und es gelingt ihm mehr oder weniger gut, aber das ist auch schon alles. Es ist auch nicht so, dass die Bibel hier Empfehlungen ausspricht, wie Herr Eduard Kopp es behauptet. Es ist vielmehr so, dass die Bibel ein sehr das Leben umspannende Werk ist und auf alles eine Antwort zu geben versteht, weshalb es noch lange nicht die einzig CHRISTLICHE Antwort ist. Die Lebensweisheit ist es, die hier zum Vorschein kommt, und diese ist UNIVESELL. Um etwas über die Lüge zu erfahren muss man weder die Bibel aufschlagen, noch evangelisch sein, denn jedes Kind lernt irgendwann einmal den Umgang mit der Lüge kennen, was kulturell unterschiedlich sein kann, aber grundsätzlich eine universelle Wahrheit darstellt. Spätestens die Wissenschaft dürfte hier alle offenen Fragen klären.
Luther hatte wohl für "den fröhlichen Sünder" Verständnis, doch was heißt das ?
Schon allein in der Ehe dürfte Luther für die Wenigsten von Bedeutung sein ! Und in persönlichen Zusammenstößen von Kompetenzen, zwischen Patient/ Klient und Arzt, bzw. Autorität und Abhängigen, da spielt Luther eine sehr zwiespältige Rolle.
Wie wollen Sie, Herr Kopp, solche Beziehungen auf ein, zugegeben, wünschenswertes Mass, erheben ?
Moral ist für die Katz`, und etwas für Zeitungsredakteure, die sich einen schönen Lenz machen, auf Kosten der Dummen !
Aber ich mag die Schlawiner. Die anderen, die "Perfekten" , soll doch der Teufel holen !
Doch das Beste kommt noch: wenn nämlich " der fröhliche Sünder " einen anderen "fröhlichen ..." in den sichern Tod , oder andere kleine oder große Laster, befördert, wen erfreut es dann?
Grundsätzlich bin ich erfreut, mich so tolerant hierüber auslassen zu können, weil nicht jedem ist es vergönnt, in glücklicher Beziehung zu leben.