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Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe Ihr Sonderheft gelesen und wäre beinahe vom Hocker gefallen.
Die Kreuzzüge mögen nicht in allen Teilen ein Ruhmesblatt abendländischer Geschichte gewesen sein, aber sie waren, wie der Anschein erweckt wird, KEINE unprovozierte Aggression!
Rund vierhundert Jahre zuvor hatten nämlich islamische Horden sowohl große Teile des CHRISTLICHEN oströmischen Reiches, das multireligiöse (christlich, jüdisch - die Städte Pumbedita und Sura waren religiöse Zentren des Judentums-, heidnisch) Sassanidenreich, Teile von Indien sowie den CHRISTLICHEN Mittelmeerraum Nordafrikas sowie Teile des CHRISTLICHEN Spaniens unter Ausübung schrecklichster Gräuel unterworfen. Dass christliche Pilger nicht mehr unbeschadet von Mord und Plünderungen durch mohammedanische Räuberbanden ins Heilige Land reisen konnten, war auch ein Grund für die Ausrufung der Kreuzzüge.
Es ist insoweit unsäglich, dass in Ihrem Schriftstück allein von den Kreuzzügen geschrieben wird, als quasi autonome Eroberungsaktion.
Damit werden die Migranten nicht nur in ihrer Opferrolle bestätigt ohne über ihre historische Mitverantwortung nachdenken zu müssen sondern auch in der Annahme, der Islam sei "überlegen", weil er die Kreuzzügler letztlich wieder vertrieben habe.
Ich möchte damit sagen, dass mit Geschichtsklitterung NICHTS gewonnen wird.
Ich möchte darüberhinaus alle Verantwortlichen für dieses Schriftstück dringend bitten, bevor man sich weiter in eine Demutshaltung gegenüber dem Islam beugt, den Koran und die Hadithen zu lesen! Sie werden danach und sofern sie die Evangelien ebenfalls kennen, feststellen, dass die (Spreng-)Kraft des Evangeliums in der Erlösung durch Liebe besteht im Gegensatz zum Islam, der eine kontrollsüchtige, archaische, brutale und mit christlichen bzw. evangelischen Werten letztlich unvereinbare Werkgerechtigkeit fordert.
Mit freundlichen Grüßen
Gernot Schmidt