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Im Interview kommt der Eindruck auf, als wären die konservativen Christen die radikalen. Aus meiner Sicht ist das Gegenteilige der Fall: Als radikal würde ich diejenigen bezeichnen, die sich - angeregt durch die herrschende und durch den Mainstream verbreitete gesinnungsethische Ideologie der Elite - für eine kompromisslose Umsetzung der freien Zuwanderung einsetzen und undifferenziert von "Flüchtlingen" sprechen, und somit das laufende Sozialexperiment der Regierung als eine Art Herstellung des Gottesreiches betrachten. Zu ihren Merkmalen gehört auch, dass jedwede Kritik als Ausdruck des "Hasses" (dis)qualifiziert und somit von vornherein verunmöglicht wird. Konservative Christen hingegen stehen mehr auf dem Grund der Realität, sehen die Problematik und die Grenzen des Sozialexperimentes, seine negative Seiten durchaus auch für die Migranten, und betonen gleichzeitig, dass die Belange: die Sorgen, die Ängste und der Wille der indigenen Bevölkerung Europas nicht unberücksichtigt bleiben dürfen, weil es sonst binnen kürzester Zeit zu gewaltsamen Auseinandersetzungen in den Gesellschaften Europas kommen wird.