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das Christentum ist nicht international, wie Sie schreiben. Die Bibel ist voll mit sehr völkischen Gedanken. Zwar hat sich Paulus gegen Petrus durchgesetzt und das Evangelium in die Welt getragen, aber den Mythos des auserwählten Volkes hat auch er bewahrt. Auch geschichtlich waren die Kirchen meistens Nationalkirchen und im Bemühen der ev. Landeskirchen, weiterhin Volkskirche zu sein, findet sich das bis heute.
Die Internationalisierung der Kirche im ökumenischen Sinne ist eine theologische Idee, die aber für die meisten Gemeindemitglieder irrelevant ist.
Es ist also nicht so einfach. Die Kirche wird lernen müssen, dass durch die Überreizung der Globalisierung an vielen Orten eine Gegenbewegung entstanden ist und dass die Weltsicht unserer Kirchenleitungen, die in den 80er Jahren wohl richtig war, sich ändern muss. Die Vielfalt der biblischen Überlieferungen wird uns dabei helfen - oder wir fallen aus der Zeit und die Menschen verlassen uns.