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Die Staatsgläubigkeit, die aus diesem Artikel zwischen jeder Zeile durchschimmert, macht fassungslos - daß es das noch gibt! Müssen wir nicht schon heute denken und üben, was in 20 Jahren nackte Realität und Überlebensstrategie sein wird? Daß der Zeitgeist sich in einer christlichen Zeitschrift so ungeniert breitmachen darf: "Aber es gleicht sich volkswirtschaftlich mehr als aus, hat die Leipziger Forscherin Cornelia Heintze herausge­funden: Viel mehr Frauen sind voll berufstätig, und gleichzeitig entstanden in der Carebranche Arbeitsplätze." Das ist nicht christlich, das ist sozialistisch, wenn möglichst alle "voll berufstätig" sein sollen - unsere täglichen Sozialbeiträge gib uns auch heute, sagt unser Staat, und wir tanzen um das goldene Kalb Arbeitsplätze. Die Eltern haben ihre Einkommen voll versteuert und Sozialbeiträge bezahlt und gespart, und die arbeitende Generation zahlt bis über 50% Abzüge - und dann soll davon nochmal der fürsorgende Staat ("dann gehen Sie doch nach drüben, nach Skandinavien!" möchte man rufen) gemästet werden. Faszinierend, in welcher Parallelwelt fernab der Realität chrismon unterwegs ist - daß es das noch gibt! Diese bundesrepublikanische Gemütlichkeit wie in einer Sozialstaats-Puppenstube gibt es in der Welt von Brüssel, TTIP und offenen Grenzen aber immer weniger...