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Eine verpasste Gelegenheit. Frau Dr. Käßmann hätte auf die im Zug mitfahrende freundliche Frau zugehen und wenigstens ihre Sorgen ernst nehmen sollen. Stattdessen hat sie die arme Frau mit den altbekannten Argumenten der Politiker und Intellektuellen überschüttet.  Die sind zwar rational nachvollziehbar, haben aber die Frau emotional nicht erreicht. Statt auf die Sorgen der Frau einzugehen, hat sie diese noch tiefer in das Dunkel- Deutschland hinein gestoßen. Und das, obwohl die Dame sicher keine rechte Revanchistin ist. Dabei hat die gute Frau nicht Unrecht.

 

Das schmerzt besonders, weil ich für Frau Käßmann großen Respekt habe. Die Art, wie sie vor einigen Jahren mit dem Alkohol- Problem umgegangen ist, war beeindruckend. Und es zeigt sich immer deutlicher, dass sie mit Ihrem Ausruf „Nichts ist gut in Afghanistan“  recht hatte.

 

Sicher sind in den 70er Jahren viele Italiener, Jugoslawen, Griechen und auch Türken ins Land gekommen, die heute bestens integriert sind und ihren Beitrag zur Prosperität unseres Landes leisten. Am Rande großer Städte sind aber auch No-Go-Areas entstanden, in die sich kein Polizist mehr alleine hinein traut. Arabische Familienklans beherrschen ganze Stadtviertel und es ist Tatsache, dass auch Terroristen als Kriegsflüchtlinge getarnt in unser Land gekommen sind. Der von Frau Käßmann eingeschlagene Weg ist der sicherste Weg, Deutschland zu spalten und an den Rand des Bürgerkriegs zu manövrieren. Ja, Feuer und Handgranaten in Flüchtlingsunterkünften sind absolut unakzeptabel. Viele der Attentäter sind Rechte Revanchisten, die bekämpft werden müssen. So mancher ist aber auch darunter, der frustriert ist, weil seine Sorgen und Bedenken nicht wahr genommen werden und mit Brandanschlägen den einzigen Weg sieht, auf seine Sorgen aufmerksam zu machen.

 

In gerade mal sechs Monaten sind eine Million Menschen in unser Land gekommen. Wohl 40 % sind nicht asylberechtigt. Oder gar 50%? Oder nur 30%? Wir wissen es nicht. Wir wissen auch nicht, wie wir die nicht Asylberechtigten wieder los werden. Man sagt, 40% sind Analphabeten. Oder sind es nur 30%? Wir wissen es einfach nicht. Aber wir werden es noch erfahren. Ohne Kontrolle, ohne Registrierung, zum Teil ohne Pass sind sie ins Land gekommen. Dabei ist es eine der wichtigsten hoheitlichen Aufgaben einer Regierung, sich die Leute genau anzuschauen, die ins Land kommen. Frau Käßmann kommt ohne Pass weder in die Türkei, noch nach Japan, noch nach Kenia. Nur in Deutschland kann jeder herein und hinaus spazieren wie es ihn beliebt.

 

Wir schaffen das, weil wir keine Alternative dazu haben. Die Menschen sind da und wir müssen irgendwie mit ihnen fertig werden, obwohl uns niemand gefragt hat, ob wir das schaffen können oder schaffen wollen. Wir schaffen das. Die Frage ist nur WIE? Wie bauen wir jährlich 350.000 Wohnungen? Wo kriegen wir 25.000 neue Lehrer her? Und 20.000 Polizisten? Meine Phantasie reicht dazu nicht aus. Manche werden die Integration trotzdem schaffen. Manche nicht. Wir werden französische Verhältnisse in Deutschland bekommen. Wie in Marseille, wo tausende Illegale, Gescheiterte, Chancenlose im Untergrund leben und ihren Unterhalt durch Schwarzarbeit, Diebstahl, Raub, Rauschgifthandel und Prostitution bestreiten.

 

Du sollst Deinen Nächsten lieben wie Dich selbst. Du musst ihn nicht mehr lieben als Dich selbst. Seit dem Silvesterereignis in Köln werden kritische Stimmen wieder lauter. Selbst unser Bundespräsident spricht nach seinem unglückseligen Vergleich vom Dunkel- Deutschland davon, dass wir nicht alle Mühseligen und Beladenen dieser Welt aufnehmen können. Dass es unter Umständen besser sein kann, weniger Flüchtlinge aufzunehmen und diese ordentlich zu betreuen, als mit einer unbegrenzten Anzahl im Chaos zu versinken.

 

Unsere Bundeskanzlerin hat geschworen, Schaden vom Deutschen Volk abzuwenden. Den Schwur hat sie gebrochen. Wer soll den Terroristen vom IS Einhalt gebieten, wenn alle jungen Männer hier sind? Und wer soll das geschundene Land wieder aufbauen? Auch die Kanzlerin hat mittlerweile erkannt, dass Deutschland nicht unbegrenzt aufnahmefähig ist. Oder wie sonst ist es zu verstehen, dass viele nach dem Krieg wieder in ihre Heimat zurück kehren sollen / müssen.              

 

Mit freundlichen Grüßen / Best Regards
Horst Meder, Grafenau