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Die Begegnung mit der „freundlichen Frau“ (Pfarrerstochter) im Regionalexpress erscheint mir doch – pardon – irgendwie konstruiert. Mir kam dabei die Pfarrersfrau und AfD-Vorsitzende, Frauke Petry, in den Sinn, die Frau Käßmann vielleicht im Sinn hatte. Oder?

Der Hinweis auf „Italiener, Jugoslawen, Griechen u.a.“ ist insoweit nicht so recht vergleichbar, als die genannten Zuwanderer aus einem mit Deutschland vergleichbaren Kulturkreis kamen und die Integration über lange Jahre ziemlich problemlos, auch von der Zahl der jährlichen Zuwanderer her, ging. Bei den Zuwanderern aus der Türkei sieht das schon etwas anders aus, wenngleich die Integration in einem doch relativ hohen Prozentsatz gelang. Allerdings hat das sehr lange gedauert (mindestens eine Generation) und es gibt   bei dieser Zuwanderergruppe leider Parallelgesellschaften.

Frau Käßmann hat es in dem Bericht versäumt, auf die Problematik der Zuwanderung aus einem anderen (islamischen) Kulturkreis hinzuweisen: das – um es vorsichtig auszudrücken – „andere Frauenbild“, die dort vorherrschende Homophobie, der verbreitete Antisemitismus und die meist eingeschränkte Meinungsfreiheit. Sie hätte auch auf die unsägliche AfD hinweisen können, die jetzt auch auf Flüchtlinge (und Kinder) schießen will und damit trotz Dementis ihr wahres Menschenbild offenlegt. Ich halte es mit unserem Bundespräsidenten, der vor einer unbegrenzten Zuwanderung warnt, es gleichwohl aber für unsere selbstverständliche Christenpflicht ansieht zu helfen. Ich hoffe, dass das auch unsere EU-Nachbarn so sehen…

Dr. Hans-Otto Dumke, Biberach