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Sehr geehrte Frau Holch,

Ihr sehr guter Artikel hat mir als Ärztin ausder Seele gesprochen !
Endlich wird einmal davon gesprochen ,daß Alte und Kranke nicht per se
eine 24 Stunden - Betreuung beanspruchen können und das auf Kosten
von pflegenden Frauen aus anderen Ländern oder der Familienfrauen.
Jeder Mensch sollte dazu aufgerufen werden sein Alter genau so sorgfältig
zu planen wie Ausbildung und Beruf. Dazu gehört sich rechtzeitig eine
passende ,schwellenfreieWohnmöglichkeit zu schaffen , sich ein kleines modernes
Fahrzeug zuzulegen oder sein Domizil an öffentlichen Verkehrsmitteln zu
suchen und sich möglichst gesund zu erhalten. Viel wichtiger aber ist sich ein haltbares soziales Netz durch
EIGENEN , sozialen Einsatz rechtzeitig zu schaffen.,d. H. in der Familie oder Nachbarschaft
nach der Berufstätigkeit auf Kinder aufpassen , für Ältere und Kranke Einkäufe zu
erledigen,sich in Vereinen , in der Kirche sozial zu betätigen. Dann kommt die geleistete
Hilfe im Idealfall zurück. Zudem muss auch der Ältere lernen sich seinen Alltag so lange wie möglich
allein zu gestalten, das heißt von Männern und Frauen müssen sämttliche häuslichen
und sonstigen Kulturtechniken bis zur Rente perfekt erlernt werden .Waschen, Bügeln ,
Kochen, Putzen, Einkaufen , Bank-und Postgeschäfte erledigen,PC Kenntnisseerwerben, kleine Reparaturen
selbst machen ,eine zuverlässige Handwerkerliste anlegen etc.Zudem sollten brachliegende
Kenntnisse im musikalischen , musischen ,sportlichen Bereich aktiviert und möglichst in Gruppen
oder Vereinen ausgeübt werden. Im häuslichen Bereich gibt es interessanteRadio-und Fernsehprogramme,
CDs , DVDs, Spiele, Hörbücher Telefonfreundschaften,so daß auch alte und leichter Kranke NICHT RUND UM
DIE UHR unterhalten werden müssen ,aiuf Kosten der pflegenden Person.
DIESE RUNDUMVERSORGUNGSMENTALITÄT DARF SICH ÜBERHAUPT
ALS FERNZIEL nicht in den Köpfen festsetzen ,denn sie ist in den allermeisten
Fällen absolut unnötig. Natürlich sind Schwerstkranke , Demente , Gelähmte von
dieser Betrachtung ausgenommen.Menschen ,die nach der Rente das Leben NUR
auf Reisen und zum Vergnügen genossen haben und die Gesellschaft mit ihren Sorgen
und Problemen allein gelassen haben ,können nicht plötzlich im Alter von Anderen eine
Rundumversorgung erwarten ,die in moderne Sklaverei ausartet.
Ihre Zeitschrift ist mit das Beste an der evangelischen Kirche!

Weiter so !
Freundliche Grüße Ihre Dr. med. Helga Becker.