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LIebe Martina, mein Lebensgefährte wurde nach einer Lungenentzündung wegen Komplikationen ins künstliche Koma gelegt und zusätzlich an eine Lungenentlastungsmaschine angeschlossen. Er leidet an COPD und war ca. 14 Tage in diesem künstlichen Koma. Jetzt konnte man die Maschine abnehmen und beginnt, ihn langsam wieder aufwachen zu lassen. Heute hatte er geöffnete Augen, aber einen ganz leeren Blick, ich hatte aber der Eindruck, daß sich seine Augen einmal ganz kurz zu mir gerichtet haben, als ich ihn angesprochen habe. Als ich das ZImmer verließ, schien er aufgeregt zu sein, sein Blutdruck stieg an und der Brustkorb erzitterte. Ich habe keine Ahnung, wieviel er im Moment mitbekommt, ich versuche für ihn stark zu sein, wenn ich an seinem Bett stehe, erzähle ich ihm lustige Sachen in der Hoffnung, daß es ihm leichter ist, wenn er meint, es würde mir gut gehen. Ich habe Angst, weil ich nicht weiß, wohin dieser Zustand führt und wie es ausgehen wird! Aber ich bin fast jeden Tag bei ihm und halte seine Hand. Ich weiß, daß er mich anfangs wahrscheinlich nicht erkennen wird, ich hoffe aber, daß ihm sein Zustand noch nicht so sehr zu Bewußtsein kommt und er nicht soviel leiden muß. Ich merke langsam, wie meine Kräfte nachlassen, da ich selbst seit einiger Zeit nur mit Antidepressiva leben kann. Aber dann denke ich immer, ihm geht es viel schlechter! Ich wußte nicht, daß die Patienten auch richtige Wahnvorstellungen bekommen können, daher bin ich für Ihren Artikel dankbar, da ich nun mehr darüber weiß, was auf ihn und auf mich noch zukommen kann. Ich bin einfach nur verzweifelt, aber die Hoffnung stirbt immer zuletzt.....