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Sehr geehrte Frau Koch,
mit allergrößtem Interesse habe ich Ihren Artikel gelesen, u d danke Ihnen von ganzem Herzen dafür.
Es tut so gut, und beruhigt ungemein, denn auch ich habe im künstlichen 18- Tage-Koma irrsinnige Wahnvorstellungen gehabt, die den Ihren ungemein ähneln. Allerdings haben mich die Schreckensbilder und Horrorfilme über die ganze Zeit hinweg begleitet und nicht erst während der Koma-Ausleitung.
Ich hatte danach noch weitere 3 Monate in der Klinik gelegen, und die einzige Erklärung, oder Antwort, die ich von den Ärzten auf meine Fragen nach dem Warum bekam, war : " Das liegt an den Drogen, die sie bekommen haben, wie ein sehr, sehr schlechter LSD-Trip. "
Es wäre sehr gut gewesen, auf so eine mögliche Reaktion vorbereitet zu sein, aber es hat ja wohl keiner im Voraus geahnt, dass ich in ein künstliches Koma gelegt werden musste. Es ist auch bei mir bis heute immer noch ein tiefes Bedürfnis, diese "Fehlzeiten" und die Schreckensfilme zu hinterfragen, zu verarbeiten. Mein Mann hat bei mir in der Klinik übernachtet damals und täglich war meine Tochter auch bei mir. Sie haben meine großen Nöte bemerkt, aber sie wussten nicht, warum ich so reagiere, hat Ihnen auch da kein Arzt oder Schwester erklärt.
Darum ist es für mich nun äußerst interessant zu lesen, dass es auch andere Menschen gibt, die Ähnliches erlebt haben.

Mit herzlichen Grüßen
Christiane Harsleben-Meinecke