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Sehr geehrte Damen und Herrn,

sehr geehrter Herr Husmann,

hallo Nils!

Ich schätze Ihr Magazin sehr, da es oft fundiert, kritisch und unabhängig unsere Gesellschaft beleuchtet-ganz

im Gegensatz zu vielen anderen Publikationen die unreflektiert und manipulativ berichten.

 

Auch ich bin Jahrgang 76 und Vater von zwei Kindern (1 und 4), mithin sind wir eine

Generation und Teilen gerade eine Lebensphase.

 

Einigermaßen erstaunt, dann zunehmend kopfschüttelnd las ich den o.a. Artikel.

Zu Beginn dachte ich, dass ich versteckter Ironie anheim gefallen sein könnte.

Doch mitnichten, ich erkannte den Ernst der Lage und mussten laut aufschreien.

 

Wenn selbst intelligente und studierte Redakteure heute dermaßen daher

Schreiben, wird mir Angst und Bange um unsere Gesellschaft.

 

Wann endlich hält die ratio wieder Eingang in den Umgang mit neuen Medien?

Wann begreifen wir endlich, dass wir verantwortungsvoll mit jeder neuen Frei-

heit umzugehen haben?

Wann nutzen wir unsere Intelligenz bei der Erziehung unserer Kinder?

 

Macht euch doch keinen Stress:

Beschwer´ dich nicht über den Sand unter den Füßen. Lass´ die Kinder die

Schuhe vor der Tür ausziehen.

Beklage dich nicht über Gläser auf dem Tisch- müssen eure kids nicht mit

abräumen?

 

Bei den heute smartphone-gesteuerten Erwachsenen denke ich immer

mehr an Zombies.

Hat die Welt da draußen, jeder Baum, jeder Duft, jedes Kinderschreien

nicht mehr Substanz als die virtuelle Welt und oberflächliche Informationen?

Wir lassen uns einlullen von angeblichen wichtigen Informationen, deren

Halbwertzeit der einer Eintagsfliege nicht übersteigt.

 

 

Ein cleverer Bursche hat mal gesagt:“ Aufklärung ist der Ausgang aus

seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit“.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Steffen Daun, Essen

 

PS: Ich habe bis heute auf den Besitz eines smartphones verzichtet.

Ich fühle mich nicht ausgeschlossen, bin zufrieden

in meinem Beruf und glücklich mit meiner Frau und meiner

Familie.