Neue Lesermeinung schreiben

Zu Ihrer Frage „Warum fühlen sich so viele Deutsche vom Islam bedroht?“ möchte Stellung beziehen.
Ja, auch ich fühle mich durch den Islam bedroht, noch nicht konkret aber abstrakt – wie man heute sagt.
Zunächst, es gibt nicht den Islam. Daher will ich nicht die umstrittenen Hadithe heranziehen sondern nur den Koran selbst und das Leben Mohammeds.
Es tut mir leid Frau Özdaglar, wenn ich den Koran nur stückweise zitiere aber bleibt mir ja nichts anderes übrig. Sure 9,5: „Dann tötet die Heiden, wo immer ihr sie findet, greift sie, umzingelt sie und lauert ihnen überall auf! Wenn sie sich aber bekehren und das Gebet verrichten und die Almosensteuern geben, dann lasst sie ihres Weges ziehen.“ Genauso steht es im Manifest der Hamas von 1988 und ist leider bis heute aktuell.
In der Süddeutschen Zeitung vom 7./8. März im Artikel „Islamistische Hetze an der Grundschule“ lese ich: "Die Beamten und Lehrer fragten sich: Woher haben die Knirpse diese Sprüche?". Gemeint waren Sprüche wie, "Christen muss man töten" und "Juden stehen auf einer Stufe mit Schweinen." Auch das Schweine Zitat lässt sich eindeutig im Koran finden, Sure 5, 59.
Es scheint offenkundig zu sein dass die Knirpse, sprich Grundschüler, diese Sprüche in Koranschulen lernen und sie sich nicht selbst ausgedacht haben. Ein Einzelfall? Nach meinen persönlichen Erfahrungen, was meine Kinder mir erzählen, mir ein befreundeter Türke erzählt oder was ich in den Medien über Ausgrenzung von christlichen Schülern erfahre, wohl nicht. Ich kenne persönlich sehr wohl einige gläubige Muslime, denen dieses Gedankengut sehr fern ist. Und ich weiß auch, dass die unterschiedlichen Auffassungen zum Koran oft quer durch Familien gehen.
Es beunruhigt mich, dass der Koran Silbe für Silbe Allahs Wort ist und man bei etlichen Suren kaum auskommt sie kriegerisch zu interpretieren.
Was mir allerdings den Islam wirklich unheimlich macht, ist das Leben des Propheten Mohammed und damit die gelebte Interpretation des Korans.

Über die Web-Seiten des Zentralrat der Muslime in Deutschland gelangt man zur Beschreibung des Lebens Mohammeds und hier nur exemplarisch zur Sira Teil 18: „Die Grabenschlacht“. Dort macht mich der gesamte Jargon und besonders der letzte Satz sehr nachdenklich: "Doch Sa’d [Anmerkung: Ein Mohammed-Anhänger und Vertrauter, ehemaliger Feind] verurteilte die Kämpfer [Anmerkung: Jüdischer Stamm der Banu Quraida] alle zum Tode und ihre Frauen und Kinder zur Versklavung." Der Lebenslauf Mohammeds ist geprägt von Schlachten, Raubzügen und Verteilung der Beute. Ist das also der "geliebte Prophet Mohammed?", so wie er gerne bezeichnet wird - auch vom Zentralrat, hoffentlich nicht.

Was ist der Unterschied zum lebendigen Christentum. Sie werden in ganz Deutschland nicht eine einzige christliche Kirche finden, in der etwas Vergleichbares gepredigt wird - wie es offenbar in etlichen Koranschulen gepredigt wird. Selbst der jüngst für seine Predigt so gescholtene evangelische Pastor Olaf Latzel stellt aus seinem Glauben heraus klipp und klar fest, sollte Muslimen ein Unrecht geschehen, „so stellen wir uns vor sie“. Dies kommt aus der bedingungslosen Nächstenliebe. Kein Muslim muss sich vor diesen auch noch so radikalen Christen, inklusive Pastor Latzel, bedroht fühlen.

Wir Christen lieben Jesus, der den bitteren Kelch annahm und sich für ans Kreuz nageln ließ, um uns von unserer Schuld zu erlösen. Wir verehren keine glaubensmäßig verirrten Kreuzfahrer oder spanische Konquistadoren.

Ich meine, wir (in diesem Falle Christen) brauchen eine Doppelstrategie: Einerseits eine klare und selbstbewusste Auseinandersetzung mit den Glaubensinhalten des Islam und andererseits eine einvernehmliche Zusammenarbeit mit jenen Vertretern des Islams, die unsere gesellschaftlichen Werte ebenso klar stützen. Aber nur beides zusammen!