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Ich möchte mich meinem Vorschreiber anschließen und bin teils Sprachlos über die, meiner Meinung nach, grotesken Fehlinterpretationen was die Ausrichtung des Artikels angeht.
Nach den ersten 2 Absätzen habe ich den Artikel schon als zu "kritisch" betrachtet. Der Widerwille gegen die Residenz und den dort lebenden Bewohnern ist der Authorin so sehr anzumerken, dass ich nur weitergelesen habe um zu sehen, wie weit sie geht und welche Klischees noch bedient werden.

Vielleicht hätte eine Überschrift wie "Sonnenkinder im Paradies" oder plakativer "Rechtskonservative unter Afrikas Sonne" für mehr Klarheit gesorgt ;-)
In den Jahrgängen 1930-1950 ist sicherlich noch jede Menge Rassismus aus Unwissenheit und Erziehung vorhanden - dafür brauche ich den Herren Corzilius nicht.
Was mir fehlt, ist die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Blickwinkeln, Gespräche mit den dortigen Pflegekräften, der Versorgungsmöglichkeiten im Pflegefall sowie der Zusammenhang zur Schieflage des deutschen Pflegesystems (Kostenpunkte). Man hätte auch auf die Quote von schwarzen und weißen Ärzten in der Region näher eingehen können und dem afrikanischen Ausbildungssystem.
Frau Jeska hat aber gar nicht die Absicht irgend etwas positives im Zusammenhang mit der Residenz zu berichten, denn ihr einleitender Satz "Ganz schön viel Deutschland hier in Afrika." läßt von Anfang an keinen Zweifel, wie "willkommen" Rentner/Kolonialherren/Pauschaltouristen jeder Art aus ihrer Sicht in Afrika sind.
Aus meiner persönlichen Sicht ein unnötiger Artikel.
Mit freundlichem Gruß
Wolf