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Dennoch falle es schwer, finden die Sonnleitner, in den Schwarzen Brüder und Schwestern auf Augenhöhe zu sehen, denn Schwarze seien wie Kinder und bräuchten eine lenkende Hand. „Ach, lasst das doch“, sagt Birgit schließlich verlegen. „Wie hört sich das denn an?“ – „Aber wenn es doch so ist“, beharrt Helmut.

„Sie würden sich nicht wohlfühlen, das wäre ja, als lebten wir unter lauter Türken“, sagt Helmut Corzilius. „Da sind die Ansichten doch zu verschieden. Die Schwarzen lassen zum Beispiel endlos das Wasser laufen, obwohl in diesem Teil von Namibia Wasser eine knappe Ressource ist. Da fragt man sich, können die nicht logisch denken?“

Wie kann man solche Passagen unreflektiert in diesem Artikel stehen lassen, Frau Jeska? Sie bieten dadurch als Autorin Menschen mit einem überholten Überlegenheitsgefühl gegenüber nicht weißen Menschen eine Plattform, um pauschalisierendes rassistisches Gedankengut zu verbreiten.

Natürlich geht aus dem Text hervor, dass das nicht ihre Meinung ist. Aber solche Sätze völlig unkommentiert in den Artikel zu übernehmen, suggeriert, ein derartiges Denken hätte in unserer heutigen Zeit noch Daseinsberechtigung.

Über Antwort würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen,
Bernhard Paping