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Dieser Artikel ruft in mir die Geister der Vergangenheit wach. Ich war Ende 1944     9  3/4 Jahre alt.
Es war die Zeit, in der der politische Zusammenbruch kumulierte.
Vor dem Bahnhof in Stolp/Pom. standen zwei "Kettenhunde", Militärpolizei, breitbeinig über ihre Motorräder gespreizt, und kontrollierten die Männer, die vom Bahnhofsgebäude kamen oder ihm zustrebten. Manch ein Fahnenflüchtiger wurde geschnappt und kurzerhand am nächsten Baumast gehenkt. Ich wollte hinlaufen und mir einen gehenkten Mann ansehen.
Jedoch meine Mutter ließ mich nicht: "Das ist so entsetzlich. Das lass ich dich nicht sehen."
Ich fügte mich. Anfang März 1945 kam die sowjetrussische Soldateska.
Damit begann für uns ein Inferno.

Heinz-Jürgen Buhrke