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Sie, Frau Holch, schreiben:
„Diverse Kommentarschreiber sagen, der chrismon-Text sei männerfeindlich, weil darin schlecht über Männer gesprochen werde. Das Komische ist: Es wird gar nicht schlecht über Männer gesprochen. Vielmehr werden einzelne Verhaltensweisen einzelner Männer geschildert - breit sitzen und gehen, effektvolle Gestik bei Vorträgen, auch mal öffentlich lästige Speisereste aus den Zähnen puhlen, beim Gehen mit den Händen schaufeln -, aber diese Verhaltensweisen werden nicht bewertet. „

Sehr geehrte Frau Holch,
ich habe sehr viel mit der evangelischen Kirche erlebt. Das bisher beste war, das eine FAMILIENeratung einem Freund, im Beisein der Mutter, empfohlen hat doch mit einer anderen Frau ein neues Kind zu machen, weil die Mutter seines Kindes ihm den Kontakt zu seinem Kind einfach nicht mehr geben möchte. Ich finde das soooo super, Kirche kann eine solche Hilfe sein!

Sie haben dieses Erlebnis gerade noch überboten und ich frage mich, ob die evangelische Kirche noch christlich ist bzw. die christliche Idee noch versteht. Bei Ihnen frage ich mich insbesondere ob Sie Ihre eigenen Aussagen noch verstehen!

Sie glauben also wirklich, Sie hätten die Verhaltensweisen dieser Männer nicht bewertet. Für jemanden der mit Sprache sein Geld verdient, ist das eine ungeheuerliche Aussage die zeigt, dass Sie Ihr Handwerkszeug nicht kennen oder uns hier dummdreist anlügen!

Wenn Sie schreiben,
aber diese Verhaltensweisen werden nicht bewertet, dann meinen Sie wenn Sie schreiben:
„Hände in die Hosentaschen, fettiger Män¬nerzopf, ungeduldiges Fußgeklopfe (…). Cooler Typ. Ehrlich gesagt: ein Widerling.“
Widerling sei irgendwie keine Bewertung?
Wenn Sie schreiben
„‘Als Frau bin ich immer nett, immer auf andere bezogen, immer ‚Wie geht es dir?‘‘, sagt Miriam. ‚Als Arschloch ist mir das egal.‘“

Dann denken Sie Arschloch sei keine Wertung? Nein, ist es auch nicht, es ist eine Beleidigung! Sie haben durchgehend schlechte Eigenschaften, die Sie auch noch als typische Klischee-VORSTELLUNGEN verkaufen, geschildert. Nicht das Männer die Tür aufhalten, nicht das Männer als einzige aufstehen in einer vollen Bahn, hilfsbereit sind, nichts nicht nichts! Wenn das Ihre Klischee-VORSTELLUNGEN sind, sollten Sie dringend Ihre Filterbubble verlassen und mal mit normalen Menschen Umgang pflegen.

Sorry, das ist nur noch billig, anstatt sich einmal mit der Kritik auseinanderzusetzen bügeln sie diese einfach selbstherrlich ab. Sie, Frau Holch, sind eben nicht auf andere bezogen, wie Sie es als weibliche Klischee-Vorstellung verkaufen wollen.

Wenn Sie dann schreiben:
„Das mal als Richtigstellung. Nur von diversen Kommentarschreibern werden diese Verhaltensweisen bewertet und zwar als irgendwie schlecht. Merkwürdig. Es grüßt in die Runde Christine Holch, chrismon-Redakteurin“

Dann ist diese ihre Aussage nur noch Holch und Spott. Ich kann jeden Christen verstehen, der die Kirche verlässt! Etwas, das mir vor Jahren noch undenkbar erschien…