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Idealismus mit oder ohne Grenzen?

Wenn ich so den Zeilen von Iwan und Schmidt folge, muss ich in letzter Konsequenz feststellen, dass die Antworten noch weiter weg sind als ursprünglich gedacht. Vor allen Dingen dann, wenn man (mühselig? ) bereit ist, jeden Idealismus bis zu seinem 100%igen Endpunkt zu denken. Das hat schon mehrfach politisch zum Desaster geführt. Und denkt man auch den religiösen Idealismus bis zum schönen oder bitteren Ende, kommt auch nicht viel mehr als eine unbewiesene Verheißung dabei raus. Alle Gutgläubigen werden sich also wohl oder übel damit abfinden müssen, dass der Idealismus Grenzen hat. Die werden bestimmt durch den Grad des Idealismus im Gegensatz zu den Realitäten. Sie haben häufig Jahrhunderte gültige und mächtige Vorgaben und sind abhängig von den Menschen und ihren Kulturen bzw. ihren Religionen.

Aber EINE Vorgabe ist generell unvermeidlich und im Sinne der Schöpfung auch natürlich. Das sind die allgegenwärtigen menschlichen Schwächen, die sich einen ständigen persönlichen und auch gesamtgesellschaftlichen Wettbewerb mit den menschlichen Stärken liefern.

Selbstverständlich kann das Kapital Interessen haben, wenn auch nur indirekt. Denn ein Kapital ohne Eigentümer, ohne Verfügungsgewalt ist quasi nicht existent. Mit Ausnahme der Naturgewalten, die auch als Produktionskapital fungieren. Das Kapital , dazu zählen neben dem Vermögen letztlich auch die menschlichen Eigenschaften und deren Produktionsergebnisse, hat somit hat als verlängerter Arm seines Gebieters dessen menschliche Eigenschaften.

Im übrigen, wenn der Idealismus seine Grenzen hat, was kommt denn jenseits dieser Grenzen? Nennt man dann den Zustand Pragmatismus, Anarchie, Gerechtigkeit oder gar „Wohl oder Übel“?