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Daniel J. Hahn schrieb am 11. Juni 2014 um 23:10: "ich erinnerte mich an den 'Schwarzen Kanal' von Karl-Eduard von Schnitzler." Es gibt in der Tat eine Gemeinsamkeit zwischen den Kommentaren des Herrn von Schnitzler alias Sudel-Ede und der moralischen Anmache im vorliegenden Artikel. Der DDR-Chefkommentator hat den werten Fernsehzuschauern die Welt so gedeutet, wie der Genosse Generalsekretär und seine Partei es für die Normalmenschen vorgesehen hatten. Die heutigen Prediger der grünen Verzichtsmoral deuten dem freien Bürger die Welt so, wie die Frau Bundeskanzlerin und die demokratischen Parteien es für die Normalmenschen vorgesehen haben.

Viel wichtiger ist allerdings ein gewaltiger Unterschied zwischen diesen beiden Formen der systematischen Einseife. Wenn Schnitzler auf dem Programm stand, wurde gelacht oder sich geärgert und abgeschaltet. Wenn die Appelle zum Verzicht auf das Auto, den Auslandsurlaub, die Flugreise oder den Sonntagsbraten vorgetragen werden, wird leider weder gelacht noch abgeschaltet, sondern man muss sich laufend rechtfertigen. So ist das eben mit der Demokratie. Die kapitalistische Produktionsweise richtet Klima, Boden, Luft, Wasser und Artenvielfalt zugrunde. Was schließt der freie Bürger daraus? Den Gürtel enger schnallen!