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Beim Lesen des Beitrages hatte ich ein Deja vu, ich erinnerte mich an den 'Schwarzen Kanal' von Karl-Eduard von Schnitzler. Er, der frei reisen konnte, in West-Berlin regelmäßig einkaufen war und Mercedes fuhr, erklärte uns Nichtgeweihten den bösen Kapitalismus in dunkelsten Farben und die gute DDR.
Genau so kommen mir die Antworten auf die kontruierten Argumente zum Thema Klimawandel vor. Wieso muß ich mir von hochdotierten Professoren und enschaftlern, vom Steurezahler allemal alimentiert, sagen lassen, wie ich zu leben habe? Wer sagt denn überhaupt, daß die Theorie vom menschengemachten Klimawandel überhaupt stimmt? Soweit bekannt, gibt keine Beweise, nur Theorien und Rechenmodelle, die immer wieder an die Wirklichkeit angepaßt werden müssen, wiel sie schlich falsch rechnen. Verifikation und Falsifikation, der Grundmechanismus wissenschaftlichen Arbeitens ist in Sachen Klimawandle außer Kraft. Hier geht es um Mehrheiten von Wissenschaftlern. Seit wann sind Naturwisschenschaften demokratisch? Haben Gallilei, Newton oder Einstein etwa über ihre ERkenntnisse abstimmen lassen? Nein. Es ging um Theorie, Beweis und Gegenbeweis. Hielt die Theorie nicht stand, war sie widerlegt. Basta!
Im Beitrag „Ich brauche nun mal ein Auto!“ kamen Menschen zu Wort, die mit dem Hype um den Klimawandel ihr Geld verdienen, mithin also befangen sind und deshalb einen Teufel tun werden, ihre eigene Lebensgrundlage wegzuargumentieren. Menschen, die beruflich Vielflieger sind, mir aber ausreden wollen, in den Urlab zu fliegen. Menschen, die in ihrer eigenen Welt leben und keine Ahnung vom Leben dieseits von B11 haben. Die anscheinend keine familiären Bindungen durch Besuchreisen pflegen. Oder predigen hier selbsternannte Moralapostel der Klimawandel-CO2 Religion öffentlich Wasser und saufen heimlich doch Wein?
Wie eingangs durchgeklungen, hatte ich das zweifelhafte Privileg in der DDR aufwachsen zu müssen. Doch dadurch bin ich nun impregniert gegen Vorschriften von Oben, was gut und was schlecht ist. Wie ich zu leben haben und warum das gute Leben, was viel Aufwand und Umstellung erfordert, auch noch teurer ist. Ich bin 1989 nicht auf die Straße gegangen, gegen eine angebliche wissenschaftliche Weltanschauung, um mir wenige Jahre später wieder ungefragt vorschreiben zu lassen, wie ich die Welt zu sehen habe.
Es tut mir leid, daß Chrismon so einseitig auf der Welle eine angeblich richtigen Moral mitschwimmt. Guter Journalismus, christlicher zumal, muß immer ausgewogen berichten und darf sich nicht unkritisch auf eine Siet schlagen. Gegenargumente hätten dem Beitrag gutgetan und den Geschmack von 1984 verhindert.

Hochachtungsvoll, DJH