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Gast schrieb am 24. Dezember 2013 um 0:05: "Das Dilemma des Sterbens und Tötens bleibt aber bestehen" Nein, wer getötet wurde, ist mausetot und garantiert frei von allen Dilemmata. Das gilt für den, der im Zivilleben vorsätzlich vom Leben zum Tode gebracht wurde und als Mordopfer eines Mörders in der Zeitung steht. Es gilt auch für die, die in symmetrischen und asymmetrischen Kriegen, Bürgerkriegen, bewaffneten Konflikten, Friedens- und UN-Missionen, Einsätzen und Spezialkräfteeinsätzen vorsätzlich, in Kauf genommen oder versehentlich vom Leben zum Tode gebracht wurden. Leichen haben keine Dilemmata. Das Dilemma haben ausschließlich die Befürworter solcher Aktionen und alle die, die sich in den Kopf gesetzt haben, die Welt moralisch zu betrachten. _____________________ Zitat: "...verleitete doch immerhin viele Menschen zum Nachdenken. Gebet und Meditation können eine ähnliche Wirkung erzielen..." Nein, können sie nicht. Wer nachdenken will, muss genau das tun, also Nachdenken und sonst nichts. Wer beten oder meditieren will, kann das auch nicht durch Nachdenken ersetzen, sondern muss beten oder meditieren. Wer nachdenkt, kann sein richtiges oder falsches Denkergebnis zur Diskussion stellen. Wer gebetet hat, hat mutmaßlich viel für sein Seelenheil getan. Wer meditiert hat, hat ein tolles Hirnwellenmuster erzeugt und sich vielleicht ein wenig entspannt. Ich rate davon ab, diese wesentlichen Unterschiede zu ignorieren.