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Martin Schelleis schrieb am 13. Dezember 2013 um 13:52: "Als einer von zigtausend deutschen Soldaten, die Afghanistan waren und sich für die Afghanen eingesetzt haben....". Da ich nicht in Afghanistan war, auch gar nicht hin will und mich schon dreimal nicht für die Afghanen einsetzen will, könnten Sie mir, verehrter Herr Generalleutnant, auch ehemaliger Kommodore des Einsatzgeschwader 2, vielleicht was erklären. Ihre Waffenbrüder von der US-Armee hatten und haben kein Problem damit, von einem Krieg zu sprechen, der gegen einen Schurkenstaat, nämlich Afghanistan, zu führen war. Könnte es sein, dass Ihr bekundeter Wille, sich für die Afghanen einzusetzen, nichts anderes als eine um Wohlklang bemühte Formulierung für eben denselben Kriegszweck ist? Die Taliban sind nicht mehr flächendeckend an der Macht, schauen aber trotzdem noch nicht alle die Radieschen von unten an. Das Land ist verwüstet und soll auf Westkurs getrimmt werden. Manche Afghanen können sich mit solchen Vorstellungen anfreunden, andere überhaupt nicht. Könnte es sich also darum handeln, dass die Bundeswehr sich mächtig für die politischen Zwecke der Bundesregierung einsetzt und das als Einsatz für die Afghanen verkaufen will?