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so könnte die Überschrift zu o.a. Artikel lauten.
Wer meint, die Welt mit frommen Sprüchen verbessern zu müssen, verschließt die Augen
vor den erkämpften Errungenschaften einer säkularisierten Welt nur dadurch, dass den
Religionen und ihren Vertretern, ob katholisch oder protestantisch, gewaltsam Eiinhalt
geboten wurde, und zwar unter Anwendung von Waffengewalt, nachdem in zweitausend
Jahren gepredigten Christentums dessen Auswüchse, vor allem durch die hohe Geistlichkeit,
Überhand genommen hatten. Heiliggesprochene Schriften lieferten ihnen alle dazu notwendigen
Rechtfertigungsgründe.
Die in diesem Artikel zum Ausdruck kommende Überheblichkeit ist davon nur ein schwacher Abglanz.
Welchen Ausmaßes an Instinktlosigkeit bedarf es zudem, um den toten, namentlich genannten
Robert Enke gegen den Tod eines in Kriegswirren umgekommenen Soldaten auszuspielen und
schwachen Argumenten auf solche Weise Nachdruck verleihen zu wollen! Der anbiedernd burschikose
Ton, wie ihn das folgende Beispiel demonstriert: "Frieden lässt sich nicht mal eben locker mit
Waffengewalt herstellen, greift sprachlich nicht minder daneben wie die abwertenden Ausführungen
zu den erreichten Verbesserungen im Bildungs- und Versorgungswesen afghanischer Regionen.
"Ich war nicht dort, habe nicht gesehen, wie ... " Kann Anmaßung eigentlich noch größer sein?

Mit freundlichen Grüßen K.H. Will