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Zitat aus dem Artikel: "Und was hat der Einsatz gebracht, außer einer Lernerfahrung im Kämpfen? Wurde die Freiheit "am Hindukusch verteidigt"? Das darf bezweifelt werden!" Das ist ja mal ein erfreulicher Klartext. Selber ins Gras zu beißen oder einen Haufen von Afghanen über den Jordan zu schicken, geht somit schwer in Ordnung, wenn nur der Zweck edel genug ist und der Erfolg sich einstellt. Wenn also die Freiheit am Hindukusch tatsächlich verteidigt worden wäre, dann bekäme der Krieg - pardon, der Einsatz - sein moralisches Gütesiegel verpasst. So aber muss der Vorwurf erhoben werden, dass die Bundeswehr gepatzt hat. Und dieser Einwand gilt dann als kritisch. __________________________ Zur Erinnerung: Für die Kriegführung brauchen die Kriegsherren, egal ob es sich um amerikanische Präsidenten, deutsche Bundeskanzlerinnen oder afghanische Stammeshäuptlinge handelt, Armeen bzw. Milizen und saugute Kriegsgründe. Diese Gründe müssen denen einleuchten, die das Gemetzel zu veranstalten haben und dabei auch selber drauf gehen. "Wir" sind immer gut und "die Anderen" sind die Bösen. Wo lernt man das? Das hängt von den Landessitten ab. Der Taliban lernt es in der Koranschule in engem, sachlichen Zusammenhang mit der Gottesanbetung. Der Bundesbürger lernt dasselbe z.B. in Artikeln wie diesem, nämlich durch folgende Auskunft: "Die Taliban haben eine menschenverachtende Ideologie". Wir hingegen haben das glatte Gegenteil davon, nämlich die Menschenrechte. Deshalb haben wir die besten Gründe, die Taliban zu bekriegen. Blöd nur, dass die sich nicht haben vollständig besiegen lassen.