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Zum Einen: Ich bin auch ein friedliebender Mensch.
Zum Anderen: Ich habe gerade besagten Artikel gelesen und vorher die FAZ (25.11.2013, S. 4), die über den Tod eines Dolmetschers berichtete. In Dr. Käßmanns Artikel wird Deutschland angeprangert, den 1200 afghanischen Hilfskräften keinen Schutz durch Aufnahme zu gewähren (nur für einen Bruchteil sei dies geschehen). Ein Grund dafür wird sein, dass nicht alle Helfer ihr Heimatland verlassen wollen. In dem FAZ-Artikel (der sich auf Angaben des Bundesinnenministeriums beruft) werden 300 Afghanen genannt, die sich an deutsche Stellen gewandt haben und sich bedroht fühlen. Knapp 200 sollen bisher das Angebot erhalten haben, in Deutschland einen dauernden Aufenthaltstitel zu erlangen. Auch Kanzlerin Merkel hat sich schon vor längerer Zeit dafür ausgesprochen, diesen Afghanen zu helfen.
Diese Tatsachen widersprechen also dem, was Dr. Käßmann in ihrem Artikel andeutet.
Außerdem möchte ich Frau Dr. Käßmann Fragen stellen, auf die ich keine Antwort habe:
Könnte man die afghanischen Helfer nicht anders unterstützen, so dass sie in ihrem Heimatland bleiben können?
Hätte kein Einsatz nicht vielleicht noch mehr Leid gebracht? Bedeuten Ihre Lösungsvorschläge (Mehr Geduld, mehr reden, beten) nicht noch längeres Leid insbes. für die Afghanninen?
Wären die Taliban überhaupt bereit, vermittelnde Gespräche mit Frauen zu führen?
Helfen die Gebete nicht vielmehr den Betenden und weniger denen, für die man betet?

Gudrun Gorris