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Damit mein voriger Kommentar nicht nur als weitere Hypothese gesehen wird, hier einige Erläuterungen.
In Biospektrum 2/03, Seite 156 ist nachzulesen:
"Richard B. Goldschmidt war in den Zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts wohl der bekannteste deutsche Entwicklungsphysiologe (nicht Entwicklungsmechaniker!), der auf allen Gebieten der Zytologie vielseitig wirkte, die Fähigkeit zur kritischen Zusammenschau und Gewichtung hatte, aber in den biologischen Anschauungen an die Zeit gebunden war, die erst langsam lernte, mit dem Begriff des Gens als funktioneller Tatsache, nicht als gedachtem Punkt,
umzugehen." ... "Er hatte allerdings einen Horror vacui, mochte die Leere nicht, die die Rote Königin beim Abrauschen in der Luft hinterließ und füllte jede offene Frage mit einer intelligenten Hypothese, die er oft unter dem Zwang neuer Erkenntnisse, mit einer neuen revidierte, ein ungemein fruchtbarer Kopf und Fokussierer. Wenn auch von seinen vehement verfochtenen und immer
hochgehaltenen Deutungen der genetischen Zusammenhänge kaum eine überlebt hat, war er doch nicht nur ein ausgezeichnet beobachtender, interpretierender und beschreibender Zoologe,..."

Die heutige Forschung weiß, dass nach 3 Monaten die wesentliche Entwicklung des Embryos zum Jungen oder Mädchen abgeschlossen ist. Wir finden im Embryo ein unterschiedliches Hormonsystem, Immunsystem, eine unterschiedliche Gehirnstruktur vor, je nachdem ob es ein Junge oder Mädchen ist. Wir wissen, dass diese Systeme und Strukturen in signifikanter Weise unsere Identität, unser Denken, Empfinden, Handeln steuern, bevor irgendwelche Erziehungsmassnahmen mit "Rosa" oder "Blau" beim Embryo zum Einsatz kommen.
Alle Diskussionen die ich kenne, bestärken immer wieder, dass sich die Gender-"Ideologie" diesen Tatsachen nicht stellen will, sondern verstaubte Vorstellungen hervorkramt, um sich zu rechtfertigen und ihre Daseinsberechtigung zu untermauern.

Wenn theologisch dann zitiert wird (siehe oben): „Gott schuf sie nicht nur als Mann und Frau." und dieses "nur" dazu missbraucht wird, dass Gott sie nicht als Mann und Frau geschaffen hat, sondern als vielfältige Geschlechter und damit das "Mann und Frau" verwässert und aufgelöst wird, dann klingt das wie auf den ersten Seiten der Bibel:
"Gott schuf sie als Mann und Frau" und irgend jemand fragt: "Sollte Gott sie nur als Mann und Frau geschaffen haben?"