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Bisher habe ich mir ja immer mit Interesse Ihre Publikation angeschaut und auch diesmal an dem Interview mit Klaus Maria Brandauer (S. 20) Gefallen gefunden, aber was mir auf Seite 7 begegnete, hat mich entsetzt. Der Biologe Heinz-Jürgen Voß mag ja zu den Geschlechtern denken, was er mag, aber dass ein evangelisches, d. h. ein christliches Magazin dem nichts entgegenzusetzen weiß und dieser gender-Ideologie Tür und Tor öffnet, halte ich für sehr bedenklich. Die Redaktion macht sich mit der programmatischen  Überschrift: „In zehn Jahren Weder Mann noch Frau“ die abwegigen Ansichten sogar noch zu eigen und bekräftigt damit gewissermaßen, „warum die Einteilung in zwei Geschlechter Schaden anrichtet.“

Wo blieb die Zivilcourage von Frau Hanna Lucassen angesichts ihrer Situation: „Was tun gegen starke Gegner…?“ (vgl. S. 3) Schon bei der Antwort auf die Frage „Wie viele Geschlechter gibt es denn? - Unzählige…“  hätte sie die Aussage des Schöpfungsberichtes dagegenstellen können: Als Mann und Frau schuf er sie. Und was sind denn bitte „intersexuelle Babys … Kinder, die weder Junge noch Mädchen sind…? Es wird sich doch noch bitte auch heute bei der Geburt - wie seit Hunderttausenden von Jahren - das Geschlecht feststellen lassen! Aber Herr Voß rückt den „Stellenwert“ des Geschlechtes schon in den Bereich des Aberglaubens, wie den eines  „Sternzeichens“!  In der Aussage, dass das Geschlecht „nicht wirklich von Bedeutung“ sei, drückt sich eine unglaubliche Vermessenheit des Menschen aus. Damit müsste sich eine christliche Publikation dringend kritisch auseinandersetzen. Ich hatte auf dieser Seite von Ihnen eher den Eindruck: „Augen zu, Ohren zu, Klappe halten.“ (siehe Titelseite)