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WeißeWucherblume schrieb am 22. April 2013 um 9:54: "Aber die Denkgewohnheiten, um die sollten wir uns genau so kümmern...." Bei diesem Ihrem Projekt bin ich gerne dabei. Also packen wir es fröhlich an! Die vorherrschende Denkgewohnheit lautet: Es gibt viel mehr männliche Chefs als Chefinnen. Das muss sich ändern! Wieso eigentlich? Den aktuellen Streit, ob diese Änderung per Gesetz oder anderweitig zu erfolgen hat, sollte man erst begutachten, wenn vorher das gemeinsame Ziel der Streitenden, nämlich mehr Führungsfunktionen durch Frauen ausüben zu lassen, etwas näher betrachtet worden ist. ________________________ Es gibt viel mehr Mörder als Mörderinnen. Brauchen wir also mehr Mörderinnen? Wer ist dieses "wir"? Es gibt viel mehr Henker als Henkerinnen. Brauchen wir also mehr Henkerinnen? Die meisten Generäle dieser Welt sind männlich. Muss es uns also ein Anliegen sein, dass die Marschbefehle für Drohnen und Tomahawks etwa zur Hälfte von Frauen kommen? Alle Päpste (gewisse Unklarheiten zu Borgia-Zeiten mal außer Acht gelassen) waren Männer. Muss also endlich eine Frau als Papst her? __________________________ Wieso soll es einer Pflegehelferin in einem Krankenhaus, die für wenig Geld viel arbeiten muss, wichtig sein, ob in der Führungsebene der Aktiengesellschaft, die das Krankenhaus betreibt, in etwa so viele Frauen wie Männer sitzen? Im Vorstand einer Aktiengesellschaft wird dafür gesorgt, dass das Interesse der Aktionäre an einem hübschen Reibach in Betriebsführung umgesetzt wird. Wird dieses edle Vorhaben für die Geführten angenehmer, wenn der Hälfte der Führer das Y-Chromosom abgeht? ______________________________________ Wenn eine Frau sich und anderen all das angetan hat, was sie tun musste, um die Karriereleiter hoch zu klettern, dann ist die Frauenquote in ihrem Interesse, wenn es um den Aufstieg in die höchsten Positionen geht. Für die Eigentümer der Firmen ist die Frauenquote auch von Interesse, denn die wollen alles und Jede und Jeden für ihren Laden einspannen. Wenn sich dann aber auch noch normale Menschen dafür begeistern, dann dürfte ein gefährlicher Denkfehler zur Denkgewohnheit geworden sein.