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Eine verheerende Antwort. Liest man den Stuttgarter Text ("Wohl haben wir lange Jahre hindurch im Namen Jesu Christi gegen den Geist gekämpft, der im nationalsozialistischen Gewaltregiment seinen furchtbaren Ausdruck gefunden hat, aber wir klagen uns an, dass wir nicht mutiger bekannt, nicht treuer gebetet, nicht fröhlicher geglaubt und nicht brennender geliebt haben"), ist das kein generelles Schuldbekenntnisse. Das sind erbärmliche Ausflüchte. Wer hat denn da wann und wo gekämpft? Wenn man ganz böswillig interpretiert, kann man „..nicht treuer gebetet“ auch so deuten, dass leider Gott uns nicht erhört hat, so dass auch der „Herr“ mitschuldig sein könnte. Was für eine Überheblichkeit. Es wird behauptet, dass man angeblich im Geheimen dagegen war. Das ist eine feige Schutzbehauptung. Der Beweis wurde nie erbracht und nie versucht. Der Beweis konnte auch nicht erbracht werden, weil da nichts war. Um täglich das Unrecht zu erkennen, waren das Konkordat und mit ihm die Pfründe im Wege. Weder die EKD noch die Deutsche Bischofskonkurrenz haben bis zum Sommer 1945 auch nur mit einem öffentlichen Wort zum Unheil Stellung bezogen. Nachher zu kommen, dass man angeblich im Geheimen gegen etwas war, ist verlogen. Der Text klingt wie: „Wir haben ja alles gewußt aber weder etwas gesagt noch getan“. So lautet auch das Alibi des durchgefallenen Schülers, der seiner Mutter als Rechtfertigung sagt, „Ich habe zwar alles gewußt aber nicht geantwortet“. Und noch schlimmer, dann haben sie sich auch noch als Trittbrettfahrer mit den getöteten Federn von den Wenigen geschmückt, die tatsächlich um ihres Glaubens Willen Kopf und Kragen riskiert haben. Solche Personen haben das Konkordat ausgehandelt und wurden dann auch noch Pabst. Und diese EKD- Erben sind unbeeindruckt, wollen uns Kirchenmitgliedern aber aufgeben, nach der Schuld unserer Großväter zu suchen.