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Ockenga schrieb am 8. Januar 2015 um 12:13: "Sie haben sich die 10 Gebote abkaufen lassen." "Aber die Aussicht auf Macht und Geld war stärker als das Gewissen." Diese Behauptungen sind das Gegenteil einer zutreffenden Erklärung für das beeindruckende Zusammenspiel zwischen Glaube und Macht, sei es damals im Faschismus, sei es heute in der Demokratie. Zum damaligen eifrigen Anhänger des geschichtsbekannten Führers wurde man nicht durch einen gelungenen Schnäppchenverkauf der 10 Gebote oder des Gewissens. Verkäufer gibt es nur, wenn es auch Käufer gibt. Von einem Markt für Gebote ist mir nichts bekannt. Wer sich aber ein Gewissen aus den 10 Geboten macht, ist offenbar wild entschlossen, sein Handeln und Denken unter die Aufsicht eines Gebotegebers zu stellen und darauf auch noch stolz zu sein. Der Gebotegeber kann dann der altbekannte Gott, der Führer der Bewegung, der moderne freiheitliche Wertehimmel oder eine beliebige Mischung all dieser Auftraggeber für das Gewissen sein.