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Zufällig bin ich auf Ihren Artikel gestoßen. Er hat mich wieder erinnert, dass es auch in meiner Familie viele offene Fragen gibt. Nach dem Tod meiner Großmutter im Alter von 97 Jahren, mussten wir ihr Haus ausräumen. Dabei fanden wir viele Unterlagen aus der NS-Zeit, die bei mir den Verdacht geweckt haben, dass es in unserer Familie sowohl Täter als auch Opfer gab. Wir fanden Unterlagen (Urteil, Widerspruch, Krankschreibung für die Zeit im Krankenhaus) zur Zwangssterilisation 1937 meiner Großmutter. In einer unglaublich menschenverachtenden Sprache. Wir fanden aber auch Ariernachweis und diverse Verdienstkreuze mit Schwertern und ohne von meinem Großvater. Ein Fotoalbum von der Front. Viele Karten, einschlägige Literatur. Er war bei der Wehrmacht in Osteuropa. Mir fällt es bislang schwer anzufangen nachzuforschen, weil ich nicht weiß wie ich das anpacken soll. Meinen Vater habe ich schon viel gefragt. Er war damals ein Kind (Jahrgang 1932). Ihre Tipps zur Recherche ermutigen mich. Vielen Dank für die umfangreichen Tipps.

PS: Das Thema Zwangssterilisation in der NS-Zeit kommt in den Medien kaum vor. Damals wurden auch Kinder zwangssterilisiert, d.h. es gibt noch genügend Überlebende, die kaum gehört werden. Wäre das nicht ein Thema für Chrismon?