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Herr Husmann fordert Entscheidungsfreiheit für Eltern. Aber dann erwähnt er nur die, die eine Krippe wollen. Die anderen haben in seinen Augen offensichtlich kein Recht auf "Entscheidungsfreiheit". Dabei gibt es viele, die nur deshalb eine Krippe wollen, weil sie erwerbstätig sein müssen, obwohl sie sich lieber um ihre Kinder kümmern würden.
Sicher schaffen 150 € keine "Entscheidungsfreiheit", aber immerhin ein bisschen mehr Spielraum. Echte Entscheidungsfreiheit hätten Eltern erst dann, wenn sie über das Geld für die Kindererziehung selbst "entscheiden" könnten.
Die "Wahlfreiheit": "Nimm 1000 € für die Krippe oder 150 € für die eigene Betreuung !" ist eine Wahlfreiheit nach dem Motto "Friß oder stirb !" Aber das ist kein Argument gegen, sondern für ein höheres Betreuungsgeld. - Es ist einfach nur schlimm, wie immer mehr Leute dem von der Wirtschaft zur Profitmaximierung erfundenen Märchen, die Krippe sei besser für die Kinder als die eigenen Eltern, aufsitzen. Das Kindeswohl und die Rechte der Eltern werden gewissenlos der Profitgier der Wirtschaft geopfert. Die auf diese Weise erzielten Gewinne werden dann im Ausland angelegt, während sie bei einer familiengerechten Sozialpolitik zur Erziehung der Kinder zur Vefügung stünden.