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Alle Beiträge zum Thema „Tempolimit“ und „Es gibt keine zu engen Parkhäuser, es gibt zu große Autos“ sind typisch neid-basiert. Jeder, der sich kein schnelles und großes Auto leisten kann oder will, meint, er muss unbedingt über andere Lebensmodelle her ziehen. Es gibt aber Menschen, die Dinge möglichst schnell erledigen wollen und vor allem können. Die anderen fühlen sich mit ihrem Hausfrauen-Tempo am wohlsten.

Ich bin keine Raserin, aber ich fahre zügig. D.h. wenn es möglich ist (d.h. wenn die Autobahn recht frei ist), fahre ich auch mal 220. In den letzten 2 Jahren hatte ich ein einziges Ticket mit >10 km/h Überschreitung auf der Autobahn. Ich drängele nicht und bin immer der Meinung, dass wenn jemand es schafft, mich zu überholen, dann hat er es verdient. Auf längeren Strecken ist ein partnerschaftliches Fahren angenehmer. D.h. fahren und fahren lassen.

Dieses Jahr war ich mehrere Wochen in Dänemark und Schweden im Urlaub. In Dänemark hält sich niemand von den Einheimischen aber rein gar niemand an das Tempolimit. Da gilt die Devise „Tempolimit +30km/h“. Das gleiche gilt für Österreich. Wozu sind denn die Regeln, wenn sich niemand daran hält?

Die Schweden fahren generell gemütlich. Aber die Strecke von Kopenhagen nach Stockholm ist die reine Qual: nach mehreren Stunden mit 110 km/h Begrenzung ständiger Kampf mit Sekundenschlaf, trotz der Tageszeit (zwischen 10 und 16 Uhr) und vielen Pausen. Wegen Unterforderung schaltet sich Gehirn ab. So viel zum Thema weniger Unfälle.

Dagegen würde es weniger Unfälle geben, wenn Menschen endlich lernen würden, Spur auch mal zu wechseln und nicht stundenlang auf der Mittelspur ausharren, wenn die rechte Spur frei ist.

Männer, die 160 oder 170 km/h als „rasen“ bezeichnen, tun mir echt leid. Und wer meint, Bahn wäre eine Alternative, dann viel Spaß mit Verspätungen und Zügen mit ausgefallener Heizung oder Klimaanlage.