Umfrage: Wann beten Menschen?

Beten ist eher Frauensache
Umfrage: Beten ist eher Frauensache

chrismon

In der Kirche, in Not oder vor dem Essen: Wann und wo bitten Sie Gott um Hilfe?

­Das ist mal ein Unterschied: 31 Prozent der befragten Frauen in unserer chrismon-Umfrage sagen, dass sie nie beten – unter den Männer ist es dagegen fast jeder Zweite. Ältere Menschen sprechen besonders häufig zu Gott. Ein Beispiel: Fast die Hälfte der über 60-Jährigen betet, ­ wenn sie sich Sorge um andere Menschen machen oder selbst in Not sind. Und immerhin 18 Prozent von ihnen falten vor dem Essen die Hände.

Infobox

Quelle: Kantar EMNID-Institut im Auftrag von chrismon. Mehrfachnennungen waren möglich. Vollständige ­Ergebnisse und exakte Fragestellung der repräsentativen Umfrage (1018 Befragte) unter  www.chrismon.de/umfrage

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Lesermeinungen

Sehr geehrte Damen und Herren,
die Umfrage zum Beten hat mich sehr beschäftigt, und ja: entsetzt!
60 % der Befragten beten, aber wann? Wenn es Kummer und Sorgen gibt, dann besinnt man sich
auf Gott, dann soll er helfen und es richten. Aber was gar nicht vorkommt, und das ist erschreckend:
wer betet noch, um Gott zu danken?? Es gibt so vieles, wofür wir dankbar sein können und sein müssen,
beim Gebet sollte doch die Dankbarkeit an erster Stelle stehen. Dann erst soll ich bitten, hoffen, verlangen.
Unsere moderne, egoistische Gesellschaft hat das Danken ziemlich hintenan geschoben, aber es
wird leider bei der Verkündigung des Evangeliums auch zu wenig in den Vordergrund gestellt.
Das sollte uns sehr zu denken geben.

Mit freundlichen Grüssen
Erika Steffan

Sehr geehrte Damen und Herren,
da ich in Hessen wohne und die "Zeit" beziehe, erhalte ich nur ab und zu mal Ihre Zeitschrift. Als evangelische Christ bin ich natürlich an Ihrer Publikation interessiert und habe sie gelesen.
Ich verstehe Ihr wahrscheinliches Anliegen, mit vorsichtigen Botschaften das evangelische Gedankengut den unbedarften Lesern näher zu bringen.
Das ist Ihnen leider in ihrer Ausgabe nicht gelungen.
Es ist richtig, dass ein evangelische Zeitschrift zu aktuellen Themen Stellung bezieht (z.B. Energiewende im Hunsrück). Dieser Artikel war sehr gut und gehört auch in ein evangelisches Blatt. Was überhaupt nicht verständlich ist, dass die Leser beim Thema Beten alleine gelassen werden. Natürlich kann man sagen, wer überhaupt noch betet. Aber dass Ihre Zeitschrift dazu keine eigene Meinung hat, ist nicht verständlich. Das Thema: wozu hat die Bibel zwei Testamente ist einigermaßen gelungen. Das Titelthema: Plötzlich und unerwartet nimmt einen mit.
Dann wird für Weihnachtsplätzchen Werbung gemacht. Das ist auch okay. Aber einen Ausblick auf Weihnachten, dass Jesus in die Welt gekommen ist, als Retter und Erlöser fehlt gänzlich.
Bei den Buchvorstellungen fehlen mir wertvolle Biographien und Lebensberichte, die auch unbedarfte Leser mitreißen würden. Ich denke da z.B. an: mit 50 Euro um die Welt, der Bibelraucher usw.

Insgesamt habe ich den Eindruck, dass verschämt evangelisches Gedankengut weitergeben wird. Da lobe ich mir die Zeit, die eine Rubrik: Glaube und Zweifel hat. Das hat häufig Tiefgang.
Ich wünsche Ihnen für Ihre Arbeit, Weisheit, Gelingen und den Segen Gottes.
Mit freundlichen Grüßen
Helmut Köther