Ursula Ott erledigt junge-Männer-Bashing

An allem sind jetzt junge Männer schuld
Immer wenn es Horrormeldungen zur Kriminalität gibt, sind junge Männer schuld.

Ich bin echt erschrocken. "Das Gefährlichste, was die Evolution hervorgebracht hat", sprach unlängst Ministerpräsident Winfried Kretschmann, "sind junge Männerhorden". Ich erschrak, weil eine Horde laut Duden eine umherziehende wilde 
Meute ist. Weil ich Herrn Kretschmann als eher bedächtigen älteren Herrn 
kennengelernt hatte. Und weil die Kombination von "Evolution" und "junge Männer" klang, als sei da ganz grundsätzlich was schiefge­laufen, als der Affe den aufrechten Gang erlernte.

Ursula Ott

Ursula Ott ist Chefredakteurin von chrismon und Chefredakteurin von evangelisch.de. Sie studierte Diplom-Journalistik in München und Paris und besuchte die Deutsche Journalistenschule in München. Sie arbeitete als Gerichtsreporterin bei der "Frankfurter Rundschau", als Redakteurin bei "Emma", als Autorin und Kolumnistin bei der "Woche", bei der "Brigitte" und bei "Sonntag aktuell" sowie als freie Autorin für Radio und Fernsehen.
Foto: Lena UphoffUrsula Ott, chrismon Chefredakteurin

Es ging wie leider so oft um einen abscheulichen Fall 
von Sexualgewalt. Immer wenn eine Kriminalitätsstatistik vorgestellt wird oder eine
Straftat unter Geflüchteten passiert, sagt 
irgendein Schlaumeier, das liege nur daran, dass es in dieser Bevölkerungsgruppe eben besonders viele junge Männer gebe. "Problemgruppe junge Männer", googeln Sie das mal. Schulversagen, Drogen, Gewalt und das Wahlergebnis in Mecklenburg-Vorpommern. An allem sind junge Männer schuld. Und dann probieren Sie "Problemgruppe junge Frauen". Da kommt als erster Treffer statt "junge Frauen" das phonetisch ähnliche "junge Fahrer".

Hallo, das sind Menschenkinder!

Stimmt ja leider auch: Als ich neulich meiner Autoversicherung mitteilte, dass der Sohn seinen Führerschein gemacht hat, sagte die Frau am Telefon: "Wird teuer. Bis 25. Danach werden sie ruhiger." Da war sie wieder, Kretschmanns Horde. Hallo, das sind Menschenkinder! Wenn junge Männer – verzeihen Sie die Verve, aber ich bin eine Jungsmutter – ein 
derartiger Fehlgriff der Natur sind, warum werden sie dann später Dax-Vorstand, Parteivorsitzender oder Präsident der USA? Warum hat sich das evolutionär so herausgemendelt? Und warum heißt meine Autoversicherung dann nicht Schwesternhilfe, sondern Bruderhilfe?

Um mich zu beruhigen, habe ich "Religion 
für Einsteiger" gelesen. Haben Bäume eine Seele? Ja, sagt Burkhard Weitz. Bäume, Grashalme, Ferkel, Hunde und Katzen. Und ja: auch junge Männer und ihre Mütter.

Leseempfehlung

Tiere und Pflanzen sind unbeseelt, sagen die einen. Sie stehen dem Menschen zur freien Verfügung. Andere halten dagegen: Alles, was lebt, hat eine Seele.
Kitas helfen sehr bei der Integration. Wir sollten klar machen, dass es Kitaplätze auch für Flüchtlinge gibt
Alles zur Spezialausgabe von chrismon für Flüchtlinge und deren Unterstützerinnen und Unterstützer.

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Lesermeinungen

Ihr Artikel in Heft 1/19 stößt mir sehr auf. Wie bezeichnen Sie die Horden männlicher Menschenkinder, die Silvester 2015 die Domplatte unsicher gemacht haben ? Oder wenn Sie sich an einem Bahnhof (nicht nur in der Großstadt) befinden und mit wachen Augen Ihre Blicke schweifen lassen ? Haben Sie schon mal Horden junger Frauen gesehen, die pöbelnd durch die Stadt streifen ? Ich nicht.
Zugegeben, letzte Woche in Amberg, da waren es nur 4 Männer, die Jagd auf die hier schon länger Lebenden gemacht haben. Seltsamerweise schweigen hier die Medien und es ist wohl auch keine Sondersendung geplant, wie seinerzeit in Chemnitz. Sollen wir hier Toleranz mit den Intoleranten zeigen, die ihre mittelalterliche Kultur einführen wollen und hier Angst und Schrecken verbreiten ? Es sind auch keine "Geflüchtete" sondern teilweise illegal eingereiste Menschen aus fernen Ländern, die vor Gewalt und Verfolgung geflüchtet sind und hier angeblich Schutz suchen, aber ihrerseits die Schutzgewährenden teilweise massiv gefährden.
Meine Gedanken sind bei den vielen jungen Mädchen und Frauen, die ihnen zum Opfer fielen, und auch die Männer, die sich zu wehren versuchten und dies mit ihrem Leben bezahlen mußten. Ich möchte Sie ja nicht beunruhigen, aber Sie sollten vielleicht doch besser andere Bücher lesen. Und auch mit Frauen sprechen, die Töchter oder Enkelinnen haben, um deren Sorgen und Befürchtungen zu verstehen.
Ihnen wünsche ich ein sorgenfreies 2019 ohne verbale Beschimpfungen oder Messerattacken, wie es mittlerweile alltäglich ist. Im Notfall eine Armlänge Abstand halten, das soll helfen.

Leider finde ich Ihre Einlassung ziemlich daneben. Herr Kretschmann sprach sicher nicht von den jungen Männern, aus den später „DAX-Vorstände, Parteivorsitzende und amerikanische Präsidenten“ werden. Er hat auch nicht von jungen Männern per se gesprochen. Kam Ihnen nie die Idee, dass wenn man Probleme mit „jungen Männerhorden“ , über die er ausschließlich sprach, stets negiert, die Probleme nur größer werden und die Menschen sich abwenden? Diese kirchliche, süßliche Sauce hat man wirklich gründlich satt.

Mutter-Schutz in allen Ehren (Ich bin Junge- u. Mädchen-Mutter u. sehe schon den Unterschied) u. ja, die Äußerung von Herrn Kretschmann war sehr pauschal, aber es ist schon was dran. Z. B. die Tatsache, dass viele alleinstehende junge Männer hierher kommen, die ihre angestaute Sexualität und ein falsches Frauen- und Gesellschaftsbild mit sich herumtragen u. z. B. die Tatsache, dass z. T. junge Männer extra deshalb hierher geschickt werden, um den Drogenhandel zu organisieren(nur damit kein falscher Eindruck entsteht: ich mache selbst seit 4 Jahren intensiv Flüchtlingsarbeit, aber ich bin als Juristin auch sehr realistisch). Keiner behauptet, alle jungen Männer seien kriminell etc. Aber die Unterschiede der Geschlechter sind - in vielerlei Hinsicht ja auch gottlob - da! Und ja: ihre Netzwerke gegen Frauen für Führungspositionen funktionieren oft (noch). Aber keiner behauptet, Männer seien ein Fehlgriff der Natur- das ist in Ihrer Glosse denn doch zu pauschal. Ein frohes neues Jahr mit Ihren Jungs wünsche ich.

Hallo Frau Ott, was sie über die jungen Männer schreiben, kann ja wohl nicht wahr sein. Sicher sind es immer Horden von jungen Männern, Syrer Afghanen und andere. Erst jetzt wieder in Amberg, sie sollten es verfolgen was in der Deutschland los ist seit "Frau Merkel diesem furchtbaren Spruch losgelassen hat. Die Tochter meiner Freundin wurde von einem Syrer mit 27 Messerstichen umgebracht. Sie sind weltfremd und haben keine Ahnung wozu diese Horden fähig sind. Ich möchte diese Zeitung nicht haben. Sie sind eine Christliche Zeitung und bieten Reisen in muslimische
Länder an. Wie passt das????

Der Sylvester/Neujahr-Ausgabe der SZ lag heute die aktuelle Ausgabe von chrismon bei, in der Sie auf Seite 8 einen Beitrag mit dem im Betreff genannten Artikel schreiben.
Das amüsiert mich. Wenn ich in dieser SZ-Ausgabe auf Seite 41 einen Artikel finde "Junge Männer auf Prügeltour" und es sich bei diesen jungen Männern um Nichtdeutsche mit drei unterschiedlichen Nationalitäten handelt frage ich mich wo ich noch Sympathie/Empathie für diese Menschen empfinden soll. Das ganze Thema ist ja nicht erst seit der Kölner Domplatte aktuell.
Aber, weiter so. Vielleicht kann man diesen Banden ja Kirchenasyl gewähren.

... sehr simplifizierend und populistisch Ihr Titel, aber sicher effektiv.

Jedoch sprach Kretschmann eine Wahrheit an. Das weiß auch eine Mutter von Söhnen, so wie ich.

Wenn diese jungen Männer später dann in Führungspositionen sitzen, ist das nicht unbedingt besser (oder schlechter), aber vor allen Dingen hier kein passendes Argument, denn es sind ja eben die jungen Männer und die Gruppendynamik (deshalb „Horde“) bzw. die entsprechende Ideologie, die die Probleme bereiten.

Lesen Sie ruhig weiter in Ihren Büchern. Schauen Sie weg und sprechen Sie nicht an oder lenken Sie ab (niemand hat diesen jungen Männern eine Seele abgesprochen).
So laufen immer mehr Menschen der Kirche weg, das ist schade.

Ich habe eben Ihren Artikel "An allem sind jetzt junge Männer schuld" gelesen und muss Ihnen zustimmen. Die Diskriminierung der jungen Männer
geht sogar noch weiter. So habe ich als Flüchtlingshelferin festgestellt, dass junge, alleinstehende Flüchtlinge vom Bamf viel häufiger eine Ablehnung ihres Asylantrags bekommen als junge Männer, die mit der Familie gekommen sind. Auch mit der Unterbringung der jungen, alleinstehenden Männer haben viele Gemeinden ein Problem. Familien sind okay; junge , alleinstehende Männer assoziieren sofort den Gedanken an mögliche sexuelle Übergriffe. Dabei sind gerade unter den alleinstehenden jungen Afghanen viele, die ein besonders schweres Schicksal hinter sich haben , bei denen die Väter durch die Taliban getötet wurden. Junge Leute, egal ob männlich oder weiblich, bedürfen immer der Unterstützung und der Hilfe der Gesellschaft.

Ich habe Ihren Bericht (Kolumne?) in der Chrismon gelesen und bin genau so entsetzt über Ihre Zeilen, wie Sie über Herrn Kretschmanns Worte "sind junge Männerhorden". Er sprach übrigens von gewalttätigen Männerhorden und den Freiburger Fall, indem mehrere Männer (Rudel) ein Mädchen vergewaltigten. Mal wieder so ein Fall.
Sie haben doch sicherlich mitbekommen, daß es darum ging, dass mehrere junge Männer(Flüchtlinge) gemeinsam auf ein junges, wehrlose Mädchen in Freiburg losgingen und dieses bedrängten, begrapschten und vergewaltigten.
Vornehmlich fühlen sich diese jungen Männer nur stark, wenn sie in einer Horde, Bande oder Rudel auftreten. Alle "Männer" gegen eine oder höchstens zwei Mädchen.
So war diese Äusserung von Herrn Kretschmann gemeint, so habe ich sie verstanden. Mehrere Männer (wird ja nur so genannt wenn von Flüchtlingsattacken auf deutsche Bürger geschrieben bzw. gesprochen wird), haben sich so wild und unmenschlich benommen, wie man sich dies in einer Männer"Horde" vorstellt.
Es ging und geht nicht darum, an was junge Männer schuld sind , sondern es geht und ging speziell um diese unmenschlichen Sexualdelikte die immer öfter an jungen Mädchen und Frauen begangen werden.
Jetzt wurde erst öffentlich bekanntgegeben, daß eine 15jährige Schülerin in Augsburg von 5 Afghanen (im Rudel) vergewaltigt wurde.
Schon wieder so ein furchtbares Sexualdelikt, mehrere starke Männer gegen ein schwaches Mädchen.
Ich bin auch eine "Jungensmutter" und finde ihre Beispiele bezügl. einer Autoversicherung für Jungens oder Ihre Bemerkungen übereinen Fehlgriff der Natur (warum werden Männer Präsidenten (nicht nur i.d. USA), bzw. sind im DAX-Vorstand, total überflüssig und unpassend.

Ich hoffe, Sie gehen ein wenig in sich, verspüren Mitleid mit den Opfern und verstehen, was Hr. Kretschmann gemeint hat.

Die Hand an der Wiege regiert die Welt!! Es ist nicht die Evolution die die Männerhorden geschaffen hat. Die Hand an der Wiege hat da wohl nicht die richtigen Wege aufgezeigt. Wahrscheinlich bildet sich auch bei Mamas Herzensjunge mit 25 Jahren so etwas wie Eigenverantwortung. Dann ist die Horde nicht mehr der Kuschelersatz.

Sie sind erschrocken über den Spruch ‚Das Gefährlichste, was die Evolution hervorgebracht hat, sind junge Männerhorden' des Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg Winfried Kretschmann; und dann beschreiben Sie schlußendlich Ihr dabei entstandenes Gefühl mit absurdem Vergleich zu Ihren eigenen Kindern. Dieser Vergleich hinkt nicht nur, sondern ist schlicht und einfach geschmacklos, absolut nicht nachvollziehbar. Und das erschreckt mich! Milde ausgedrückt: Es kommt mir so vor, daß Sie den Geschmack von Äpfeln und Birnen unerfindlich einheitlich als Obstgeschmack definieren.

Das, was Ihren Artikel als zusammenhanglos erscheinen läßt, ist das Herausnehmen dieses Satzes aus dem befragten Kontext ‚Flüchtlinge-Schutzsuchende-Migration versus nicht wiedergutzumachende Straftaten‘ von eben einer dieser jungen Männerhorden. Die Beschützer, das ist die Deutsche Bevölkerung in allen Generationen, werden gejagt, geschändet, ermordet! Inlandsfeindlichkeit gerade von Politikern aus der eigenen Partei des Grünen Kretschmann wird ‚mainstreetgerecht' hingenommen. Diesem Trend hat der Ministerpräsident mit diesem deutlichen Satz sicherlich entgegenwirken wollen; so sehe ich das jedenfalls; er sagt wenig Unüberlegtes. Diese jungen Männer sind auch kein Fehlgriff der Natur, sie kommen aus einer völlig diametralen Welt, in der gerade Frauen, also die Mütter, die Sie erwähnen, kaum Chancen haben, sie zu erziehen. Überlegen Sie doch bitte zudem das Umfeld, wo diese Menschen 15 - 20 Jahre groß geworden sind, bevor sie zu uns gelangten! Dort herrscht bist heute durch Krieg das Recht des Stärkeren! Und wir haben unsere Kinder bislang zur Gewaltlosigkeit erzogen; oder?

Es ist dann aber auch unangenehm und wirklich peinlich, wenn Sie zu guter Letzt auch noch von dieser abscheulich-ekelerregenden, völlig sinnlosen Tat der Horde schwerstkrimineller Männer ablenkend, allgemeine Vergleiche Männlein-Weiblein ins Feld werfen. Es heißt auch Mutter Erde und Vaterlandsliebe, so soll’s auch bleiben. Ihr Bericht ist zu einer einzigen Themaverfehlung mutiert, was ich deswegen bedaure, ist doch Ihr Schreibstil angenehm zu lesen.

Enden möchte ich meinen Brief mit den Worten eines Philosophen und denen eines Menschenrechtlers:

• Nichts ist gefährlicher auf der Welt als ein Mensch / Mann, der nichts zu verlieren hat!
• Nichts auf dieser Welt ist gefährlicher als aufrichtige Ignoranz! (Martin Luther King / 1929 - 1968)

Für das Neue Jahr wünsche ich Ihnen (mehr) Empathie in emotional geprägte Zusammenhänge. Und seien Sie nicht betroffen ob meines Briefstils; er spiegelt einfach meinen momentanen Gemütszustand des Unbegreifbaren wider.

LeserInnenpost

Sehr geehrte Frau Ott,

Sie haben Recht, wenn Sie Herrn Kretschmann kritisieren mit seinem Ausspruch über junge Männerhorden, denn er meinte damit anscheinend nur eine Ansammlung männlicher, junger Geflüchteter.
Aber sehen wir doch mal von Ihrem gut erzogenen Sohn, anscheinend 18 Jahre alt, erfreulicherweise schon Führerscheinbesitzer und seit kurzem, Ihren Worten nach, auch Autobesitzer, ab, und schauen uns die männliche Spezies insgesamt an.

Da tun sich Fragen auf: Haben Sie in den letzten Jahren davon gehört, dass eine „Horde“ junger Frauen einen jungen Mann vergewaltigt hätte? Haben Sie gelesen, dass ein junger Mann von einem jungen Mädchen vom Fahrrad gerissen, vergewaltigt und dann ermordet wurde? Haben Sie von sexuellen Übergriffen von geflüchteten Frauen auf ihre ebenfalls geflüchteten Mitbewohner in Asylunterkünften gehört? Die Fragen ließen sich fortsetzen.
Nein, das haben Sie nicht, genau so wenig wie ich auch.

Aber das sind die spektakulären Fälle, die medienwirksam werden, schrecklich und lebenszerstörend für die Opfer und ihre Familien.

Täter sind aber leider nicht nur die männlichen Flüchtlinge, die keinen Respekt vor Frauen haben und sie als Freiwild betrachten.
Täter sind, und deshalb ist der Ausspruch von Herrn Kretschmann auch irreführend, Täter sind vor allem auch viele Männer, die ohne „Migrationshintergrund“ hier leben, ganz "normale" Partner und Familienväter.
Vor einigen Tagen gab es eine afp-Meldung mit der Feststellung, dass jeden dritten Tag eine Frau von ihrem Partner oder Ehemann getötet wird. Frau kann sich die häusliche Gewalt, die diesen Verbrechen vorausging, vorstellen. Die Frauenhäuser in unseren Städten sind voll!

Dann fragen Sie uns, weshalb die vortrefflichen jungen Männer später dann zu großen Vorsitzenden und Vorständen werden? Das könnten Sie sich eigentlich selbst beantworten. Da denken Sie doch hoffentlich nicht daran, dass Frauen dafür nicht geeignet seien! In Zeiten von #metoo weiß frau längst, wie hier der Hase läuft, da greifen die alten Seilschaften, da halten die gläsernen Decken usw. und so fort. Deshalb gibt es kaum weibliche Führungskräfte!

Wir können uns nur gemeinsam wünschen, dass die männlichen Gewaltstrukturen in allen Schichten der Gesellschaft durch mehr Aufklärung, Erziehung und Bildung, aber auch durch Gesetze und eine adäquate Strafverfolgung aufgebrochen werden.

Mit freundlichen Grüßen
Adi Hübel