Dorothea Heintze würde gern mal wieder an die Sächsische Weinstraße

Ganz schön neu, ganz schön anders
saechsische_weinstrasse_1992.jpg

privat

Artikel Sonntagsblatt Saechsische Weinstrasse 1992

Liebe Dominique,

Achtung, Achtung: Nein, das ist nicht Anne Buhrfeind, die jetzt hier schreibt, sondern ihre chrismon-Kollegin Dorothea Heintze, also ich.

Du, Dominique, weißt es ja schon: Anne hat mich gefragt, ob ich für die nächste Zeit das Blog-Schreiben übernehmen kann. Klar, mache ich supergerne. Ost-West-Themen interessieren mich schon seit ewigen Zeiten - oben anbei ein Beispiel. Diesen Artikel habe ich 1992 in meinem Job als Reiseredakteurin für das Deutsche Allgemeine Sonntagsblatt geschrieben. Das gibt es jetzt nicht mehr: Es wurde zu chrismon. Die Zeiten ändern sich, und das ist gut so.

Junge, Junge hat sich das alles verändert seit damals

Ich erinnere mich noch sehr gut an diese Pressereise. Wie beeindruckt ich von den guten Saale-Unstrut-Weinen war. An die ersten bescheidenen Anfänge des Weingutes Wackerbarth. Auf meinem Schwarz-weiß-Foto scheint das kleine Häuschen ganz in weiß zu strahlen; tatsächlich aber war es damals noch ziemlich schmuddelig grau. Letztes Jahr waren mein Mann und ich mal wieder in der Gegend: Jetzt glänzt wirklich alles schneeweiß. Wackerbart ist zu Deutschlands erstem "Erlebnisweingut" geworden. Junge, Junge, das hat sich alles ganz schön verändert seit damals.

Vom VEG Weinbau zur GmbH und Erlebnisweingut

Denn damals war gerade die Sächsische Weinstraße gegründet worden. Heute ist sie schwer beliebt bei den Touristen. Wie viele Hotelbetten Meißen heute wohl hat? 1992 waren es 45. Und was ist wohl aus meinen Gesprächspartnern von damals geworden? Ich erinnere noch sehr intensive Gespräche mit einer Riege von Winzern, damals Alter um die 45, die der ganzen anstehenden Privatisierung schon damals mehr als skeptisch gegenüber gestanden hatten: Wackerbarth war ja mal das „VEG Weinbau Radebeul“, also ein volkseigenes Gut, dann kam es in den Besitz des Freistaates Sachsen. Doch die Teil-Privatisierung scheiterte und 1999 wurde es eine GmbH.

Rotkäppchen Sekt trinken auf Schloss Wackerbarth

Gibt es meine Gesprächspartner von damals heute noch? Was denken sie heute über die Entwicklung des Weinanbaus in Sachsen? Also: Ich sehe – da gibt es viel Gesprächsbedarf. Wir haben ja schon Äppelwoi in Frankfurt und Alsterwasser in Hamburg zusammen getrunken. Beim nächsten Mal könnten wir uns doch auf ein Glas Rotkäppchen Sekt in Wackerbarth treffen. Ok?

Darauf freut sich

Deine Dorothea

 

 

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Über diesen Blog

Zwei Redaktionen, ein Blog: Dominique Bielmeier arbeitet bei der Sächsischen Zeitung in Dresden. Anne Buhrfeind und Dorothea Heintze bei chrismon in Frankfurt. Nun bloggen sie: Über ihren Redaktions-Austausch, ihr Leben als Ossi im Westen, ihr Leben als Wessi im Osten. Und ihren Alltag, hier wie dort.

Dominique Bielmeier
Dominique Bielmeier ist Stellvertreterin in der Stadtredaktion Dresden bei der Sächsischen Zeitung. Im Februar tauschte sie mit chrismon-Redakteurin Anne Buhrfeind drei Wochen lang die Schreibtische, Jobs und sogar Ehrenämter. Sie hat in Leipzig Journalistik studiert und arbeitet seit knapp sechs Jahren für die "Sächsische Zeitung" und für Saechsische.de.
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Dorothea Heintze
Dorothea Heintze ist Redakteurin bei chrismon, allerdings in Teilzeit. Sie pendelt aus Hamburg dazu. Zwei Jahre lang, von 2016 bis 2018 war ihr Weg kürzer, denn da wohnten sie und ihr Mann in Erfurt. Eine tolle Stadt, nicht nur wegen des guten Biers und der leckeren Würstchen. Überhaupt der Osten: Dorothea Heintze ist schwer verliebt in alle neuen Bundesländer! Immer noch entdeckt sie so viel neues und hört spannende Geschichten, die sie gerne weiter erzählt.
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Anne Buhrfeind
Anne Buhrfeind ist schon mal von Hamburg nach Dresden geradelt, da lag Meißen auf dem Weg. Das ist aber lange her. Und seither war sie immer nur kurz in Leipzig, Dresden oder Erfurt. Sie arbeitet seit zwölf Jahren bei chrismon, jetzt als stellvertretende Chefredakteurin, vorher war sie bei "Gala" und "woman" in Hamburg.

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