Susanne Breit-Keßler über Teigwaren und Handarbeit

Susanne Breit-Keßler über Teigwaren und Handarbeit
Meine Spätzle
Schüssel mit Spätzle

Foto: Susanne Breit-Keßler

Der dampfende Stolz der Köchin

Schüssel mit Spätzle

Man kann alles fertig kaufen. Natürlich auch Spätzle: In Halbpfundpackungen, in großen Vorratsbeuteln. Fabrikmäßig hergestellt oder biologisch produziert. Man kann sie ohne Erklärung auftischen und sich im Glanz der Anerkennung  und des Lobes Anderer sonnen.

Aber nichts geht über selbst gemachte Spätzle. Oder Knöpfle. Und es ist so einfach! 400 Gramm Mehl, vier Eier und 100 ml Wasser in einer Schüssel mit Salz vermengen und mit der Hand oder einem Kochlöffel so lange schlagen, bis der Teig Blasen wirft. Dann zehn Minuten ruhen lassen.

Stolz auf die eigenen Spätzle

Der Teig muss ein bisschen zähflüssig sein. Diesen Teig durch eine Spätzlepresse portionsweise in kochendes Salzwasser drücken. Kurz aufkochen lassen, mit einer Schaumkelle herausnehmen und in kaltem Wasser abschrecken, gut abtropfen lassen.

Bevor man sie serviert, schwenkt man die Spätzle in heißer Butter. Dazu dann Salz, Pfeffer, frisch geriebene Muskatnuss, Schnittlauch oder Petersilie. Der stolze Blick auf eine dampfende Schüssel wie oben im Bild - was für ein Gefühl! Meine eigenen Spätzle...

Handarbeit statt Schreibtisch

Ich genieße es, solche echte Handarbeit, statt mir ständig das Hirn zu zermartern. Herrlich, in der Küche etwas selber machen, statt bloß am Schreibtisch zu hocken. Spätzle - als Beilage. Oder mit Röstzwiebeln und geschmolzenem Käse. Salat dazu. Ganz einfaches Essen. Und Glück pur.

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Über diesen Blog

Essen und Trinken hält Leib und ­Seele zusammen. Und darüber Neues zu lesen, macht den Geist fit. Susanne Breit-Keßler wünscht Guten Appetit!

Susanne Breit-Keßler
Susanne Breit-Keßler schrieb viele Jahre die Kolumne "Im Vertrauen" für chrismon. Seit 2000 ist sie Regionalbischöfin des evangelischen Kirchenkreises München-Oberbayern und seit 2003 Ständige Vertreterin des bayerischen Landesbischofs. Ihre journalistische Ausbildung absolvierte sie bei der Süddeutschen Zeitung und beim Bayerischen Rundfunk. Mehrere Jahre sprach sie "Das Wort zum Sonntag" in der ARD und war bereits Autorin des chrismon-Vorläufers "Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt".

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