Susanne Breit-Keßler über Sojabohnen in ihrer schönsten Form

Jedes Böhnchen …
Susanne Breit-Keßler Edamane

Susanne Breit-Keßler

Susanne Breit-Keßler Edamane

Ich bin im Prinzip ein sehr disziplinierter Mensch - auch beim Essen. Aber es gibt tatsächlich drei Dinge, bei denen ich nahezu haltlos werde. Getrocknete Mangoscheiben gehören dazu, ungeschwefelt, aber gesüßt. Fruchtsaft-Gummibärchen, nur nicht die grünen. Erbsen - und  Edamame. Wenn ein Schälchen dieser Sojabohnen vor mir steht, fällt mir der gewohnte Gedanke ans kultivierte Speisen schwer. Am liebsten würde ich mit den Händen hineingreifen und mir so viel wie möglich davon in den Mund schaufeln. Teilen? Immer gern. Nicht hier. 

Edamame werden unreif geerntet, meist mit der Hülse in gesalzenem Wasser kurz bissfest gekocht und dann mit Meersalz zubereitet. Man kann auch noch Chili und Knoblauch dazu tun, braucht es aber nicht. Die Bohnen drückt oder lutscht man aus ihrer grünen Hülle heraus - ein animalisches, schlichtes Vergnügen. Eigentlich bräuchte ich danach gar nichts mehr. Eiweiß, Omega-3-Fettsäuren, Vitamine, Proteine, Eisen, Kalzium, gluten- und cholesterinfrei, kalorienarm - alles drin oder draußen, was Herz und Körper begehren oder nicht recht brauchen können.

Pur ist beautiful

Am liebsten esse ich Edamame ohne alles, nur mit Salz. Aber gelegentlich, um nicht aufzufallen, verstecke ich sie auch im Essen. Sie schmecken kalt oder warm mit Tofu, gerösteten Erdnüssen und Nudeln. Man kann Edamame wie normale Bohnen verwenden, mit Reis oder Salat kombinieren. In Currys mit Kokosmilch sind sie ebenfalls hinreißend gut. „Die Summe aller Laster bleibt gleich“ pflegt mein Mann freundlich zu zitieren, wenn ich mich über die Süchte anderer auslasse. Na gut. Jetzt kennen Sie meine. Mangos, Gummibären, Erbsen und Edamame. Ich lasse es erst mal dabei.

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Lesermeinungen

damit, Soja positiv darzustellen. Fr. Breit-Keßler vergisst nämlich andere bedeutsame Inhaltsstoffe der Soja-Bohne: die Phyto-Östrogene. Ich bin ein Stück weit bei der Paläo-Diät, den gesunde Ernährung wird wohl "rückwärts" gehen. Das Verdauungssystem der Menschen kann wohl nur an Speisen angepasst sein, die von den Vorfahren verzehrt wurden. Und da gehört für einen Europäer Soja nicht dazu. Soja führt auch zu Wassereinlagerungen im Gewebe (PSE-Fleisch).

Die Abnahme der Spermienzahl bei den Männern muss nicht nur alleine an Umweltgiften liegen. Ich könnte mir auch die allgemeine Soja-Kultur als wesentliche Ursache vorstellen. Hatten wir früher nicht. Und als Mann weigere ich mich Produkte mit viel Phyto-Östrogenen zu essen. Ich würde mir schon keinen Bio-Käse, der mit -wie hier üblich- Luzerne und Mais erzeugt wurde, antun. Das gilt auch für schwangere Frauen.

Beispiel Tomaten: Die sollen aus 500..600 verschiedenen chemischen Verbindungen bestehen. Im Wesentlichen werden die aber reduziert auf Lycopin. und die anderen 499.... Verbindungen werden ignoriert.

Ähnliches sehe ich auch bei den Insekten. Hier gab es früher keine Kartoffeln, keinen Mais, keinen Soja, keine Tomaten.....! Vielleicht sterben die bloß wegen Fehlernährung. Dazu kommt noch die Pflanzenzüchtung. Ich kenne Leute, die keine modernen Äpfel oder Tomaten vertragen und warum sollte es solche Effekte nicht auch bei den Insekten geben.
Mittlerweile sind wir wohl schon wieder in einem Wahn, aus dem wir ohne "Siegermächte" nicht mehr herausfinden.

Über diesen Blog

Essen und Trinken hält Leib und ­Seele zusammen. Und darüber Neues zu lesen, macht den Geist fit. Susanne Breit-Keßler wünscht Guten Appetit!

Susanne Breit-Keßler
Susanne Breit-Keßler war bis 2019 Regionalbischöfin des evangelischen Kirchenkreises München-Oberbayern. Sie war Sprecherin vom "Das Wort zum Sonntag" und regelmäßige chrismon- Autorin. Außerdem ist sie Vorsitzende des Kuratoriums "7 Wochen Ohne" und Mitglied im Aufsichtsrat des GEP, dem Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik, in dem auch chrismon erscheint.

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